Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht

Offenbar haben Forscher der Universität Basel das Sprichwort wissenschaftlich beweisen können. Sie wollen herausgefunden haben, dass wir uns eher für ein Gericht entscheiden, an das wir uns gut erinnern können. Das ist selbst dann der Fall, wenn wir es gar nicht so gerne essen.

Junge weigert sich, Brei zu essen.
Bildlegende: Kennt er nicht, isst er nicht. colourbox.com

Unser Gedächtnis respektive unsere Erinnerung an eine Speise beeinflusst unsere Wahl mehr, als wir denken. Wir entscheiden uns also eher für die Rösti als für ein uns unbekanntes Gericht, auch wenn wir die Rösti gar nicht so mögen. Nur wenn wir die Rösti überhaupt nicht gerne essen, wagen wir uns an das Unbekannte heran.

Basler Psychologen und Neurowissenschaftler haben Probanden beim Essen mithilfe eines Magnetresonanztomografen ins Gehirn geschaut. Dabei haben sie herausgefunden, dass die «Gedächtnis-Region» (Hippocampus) und die «Entscheidungs-Region» (ventromedialer präfrontaler Kortex im Stirnlappen) bei der Wahl des Essens stärker als angenommen miteinander kommunizieren.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Brigitte Wenger