Wein richtig einschenken

Der vorweihnächtlicher Apéro mit den Arbeitskollegen, der «Samichlaus»-Umtrunk im Quartier, ein Glas Wein oder Schaumwein und ein paar Häppchen mit Freunden und Nachbarn.....in der Vorweihnachtszeit folgt oft Apéro auf Apéro.

Zwei Gläser Wein, wobei bei einem gerade eingeschenkt wird.
Bildlegende: Füllen Sie das Glas bei schwerem Wein maximal bis zur Hälfte. colourbox

Nicht selten scheint bei solch geselligen Anlässen deutlich auf, dass richtiges Einschenken gelernt sein will. Oder wissen Sie ganz genau, wie viel Rotwein ins Glas kommt und wie viel Weisswein? Lässt man das Glas beim Einschenken auf dem Tisch stehen oder nimmt der Gastgeber das Glas des Gastes dabei in die Hand. Und ja, auch schon allein bei der Frage, wie man die Weinflasche «comme il faut» öffnet, kommen Gastgeber schnell mal ins Schleudern.

 

Das muss aber nicht sein! Einschenken wie der Profi - Marcel Gabriel, Fachdozent Önologie an der Schweizerischen Hotelfachschule Luzern sagt wie, das geht:

 

  • Die Stanniol-Manschette ca. 2 cm unterhalb des Flaschenkopfes rund um den Flaschenhals einschneiden und die «Kappe»aus Stanniol entfernen.

 

  • Den Zapfenzieher - Griff des Zapfenziehers auf «14.00 Uhr» ausgerichtet - kräftig in den Zapfen stecken und dann den Zapfenzieher bis auf die unterste Kerbe herunterdrehen. Jetzt liegt der Griff des Zapfenziehers gerade richtig, das heisst der Griff ist perfekt auf «18.00 Uhr» ausgereichtet und der Zapfen lässt sich mühelos mit zwei kräftigen Zügen herausziehen

 

  • Wenn nötig den Flaschenhals und den Flaschenmund mit einer Serviette kurz reinigen.

 

  • Beim Einschenken liegt der Flaschenfuss in der rechten Hand. Die Flasche ist fixiert zwischen Daumen und den restlichen Fingern. Das Etikett zeigt zum Gast.

 

  • Schenkt man Weisswein ein, bleiben die Gläser auf dem Tisch stehen. Anders ist dies bei Rot- und Schaumwein. Die nimmt der Gastgeber beim Einschenken in die Hand.

 

  • Je nach Wein und Form des Weinglases füllt der Profi die Gläser beim Einschenken mit mehr oder weniger Wein. Bei privaten Einladungen sieht man das entspannter: Geben Sie - egal, ob Rot-, Weiss- oder Schaumwein - jeweils einen Deziliter Wein- oder Schaumwein ins Glas. So liegen Sie in jedem Fall goldrichtig.

 

  • Zudem gilt: Besser weniger einschenken und dafür häufiger nachschenken. Und à propos nachschenken: das Glas des Gastes sollte nie leer sein, ausser natürlich, wenn der Gast ausdrücklich keinen Wein mehr will.

 

 

 

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Maja Brunner