Wir schauen einem ayurvedischen Koch in die Töpfe

Die indische Lehre unterscheidet drei Doshas, drei Lebensenergien: Vata, Kapha und Pitta. Diese spielen in der ayurvedischen Medizin, aber auch in der ayurvedischen Ernährung eine Rolle. 

Sasikumar Tharmalingam
Bildlegende: Sasikumar Tharmalingam, Hindupriester, Koch und Wirt im Restaurant Vanakam im Haus der Religionen in Bern. ZVG

Sasikumar Tharmalingam, er nennt sich Sasi, ist Wirt im Restaurant Vanakam im Haus der Religionen in Bern. «In der ayurvedischen Küche wird Wert auf einheimische Produkte gelegt. Deshalb beziehen wir unser Gemüse von einem Bio-Bauern aus Grossaffoltern», sagt er. Klar, die Linsen und die Gewürze, die muss er importieren. In der Medizin sind es die Kräuter, in der ayurvedischen Küche die Kräuter. Die Mischungen stellt er selber her.

Der Koch erkennt das Dosha seiner Gäste

Sasi erkennt das Dosha seiner Gäste schon, wenn sie das Restaurant betreten. Ein Gast mit dem Dosha Kapha betritt das Lokal langsam, fast ein bisschen bedächtig. Ihm täte eine gut gewürzte Speise gut. Ein Gast mit viel Pitta isst besser mild gewürzt. Ideal wäre, die einzelnen Doshas essen entsprechend ihren Eigenschaften. 

Die drei Doshas

Nach den bioenergetischen Prinzipien, den Doshas, werden drei Konstiutionstypen unterschieden. Meistens herrschen ein oder zwei Doshas vor.

Vata: Die Energie der Bewegung. Eher zarter Körperbau, schlank, wenig Muskeln. Neigung zu Verstopfung; trockene Haut. Eher unruhiger Geist, aktiv, neugierig, aber trotzdem etwas ängstlich. Chaotisch und leidet unter Schlaflosigkeit.

Pitta: Die Energie der Umwandlung. Normaler, durchschnittlicher Körperbau, wohlgeformte Muskeln. Weiche, warme Haut. Schwitzt stark, hat oft Probleme mit der Haut und mit dem Kreislauf. Gut strukturiert, intelligent, manchmal impulsiv.

Kapha: Die Energie von Stabilität. Kräftiger Körperebau. Muskulös. Kühle, glatte Haut. Bewegt sich langsam, ruhiger Geist, Neigung zu Diabetes und Übergewicht.

Redaktion: Regula Zehnder