Zucker und Zuckerersatz: die neusten Erkenntnisse

Süss ist ungesund und macht dick. Das muss jedoch nicht sein. Es kommt ganz auf die Art des «Zuckers» an. Natürliche Zuckeralternativen und künstliche Süssstoffe haben Vor- und Nachteile. Kalorischer Zucker ist für unseren Körper aber überflüssig.

Zucker: Geschrieben in Zucker
Bildlegende: Zucker ist nicht gleich Zucker. Colourbox

Bettina Wölnerhanssen ist Ärztin und leitet die Forschung am Claraspital Basel. Sie sagt: «Zucker in der Nahrung ist komplett überflüssig.» Sie meint damit den kalorischen Zucker oder Haushaltszucker. Aber der Reihe nach:

  • Zucker als Energieträger im Körper: Unser Körper braucht Energie in Form von Zucker. Er ist jedoch nicht darauf angewiesen, dass wir diesen in Form von Haushaltszucker aufnehmen. Wir haben biochemische Prozesse im Körper, die aus Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen die nötige Energie herstellen können.
  • Kalorischer Zucker, Haushaltszucker: Nehmen wir kalorischen Zucker auf, steigt unser Blutzucker und unser Körper baut kein Fett ab. Wir nehmen also zu. Gleichzeitig fördert dieser Zucker Karies, Herzkreislaufstörungen, Leberverfettung, Diabetes oder Gefässalterung.
  • Künstliche Süssstoffe: Diese punkten, weil sie weder Karies verursachen, noch Kalorien haben. Jedoch zeigen neue Studien, dass diese möglicherweise die Darmflora und den Stoffwechsel negativ beeinflussen. Das bedeutet unter anderen, dass man damit einen Diabetes begünstigen kann. Zudem haben künstliche Süssstoffe keine Wirkung auf das Sättigungsgefühl. Und abnehmen kann man dank ihnen auch nicht.
  • Natürliche Zuckeralternativen wie Xylit oder Erythrit: Bettina Wölnerhanssens Lieblinge. Sie vereinen eigentlich alle Vorteile: keine Karies, keine Kalorien, kein Anstieg des Insulinspiegels, dafür stimulieren sie das Sättigungsgefühl. Zudem sehen Studien über die positive Beeinflussung der Darmflora und des Belohnungssystems sehr vielversprechend aus.

Redaktion: Brigitte Wenger