«Aeschbacher Spezial» - aus dem Appenzellerland

Kurt Aeschbacher geht auf Entdeckungsreise. Unterwegs im vorweihnachtlichen Appenzellerland klopft er an fremde Türen, um die Menschen und Geschichten dahinter kennenzulernen.

Im winterlichen Appenzell besucht Kurt Aeschbacher Johann Hautle in seiner Stube, wo er nach der Stallarbeit seine bekannten Heimatbilder malt. Er trifft Komiker Simon Enzler an seiner Inspirationsquelle mitten in der Natur. In seinem kleinen „Büdeli“ erzählt Roger Dörig, wie er ein altes Handwerk neu interpretiert. Ausserdem schaut Kurt Aeschbacher in einer innovativen Ziegenmilch-Käserei vorbei, lernt bei einem Bäckermeister, was „Tafle Vögel“ mit Weihnachten zu tun haben und stimmt mit dem Hitziger Appenzeller Chor völlig neue Töne an.

Beiträge

  • Mathias Koch

    Mathias Koch führt heute fort, was seine Eltern vor über vierzig Jahren ins Leben gerufen haben: Er stellt Frischkäse und Pastmilch aus Appenzeller Ziegenmilch her. Im Erdgeschoss ihres Bauernhauses in Gonten, wo alles begann, ist der Platz für die Käserei allerdings zu knapp geworden. Wo einst Milchkannen und Zentrifugen waren, stehen heute Haarföhn und Friseursessel von Mathias Kochs Frau Maria. Die Geissen muss man aber nicht weit suchen, gehört doch ein „Schöppeli Gääss“ zu (fast) jedem Bauernhof im Appenzell.

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  • Johann Hautle

    Johann Hautle malt, wie er lebt. Ob auf der Meglisalp oder in seinen vier Wänden in Gonten: Sein liebstes Motiv sind ihm die Appenzeller Landschaften. Ross, Wagen und weidende Kühe stehen auf seinen Ölgemälden – genau wie zu Grossvaters Zeiten. Neben dem Malen ist der 70-Jährige noch immer Bauer und Senn und pflegt die handwerkliche Landwirtschaft. Kurt Aeschbacher zu Besuch bei einem der „letzten Echten“.

  • Hitziger Appenzeller Chor

    Mit Kuhglockengeläut und Jodelsilben: So sind sie aufgewachsen, die neun Hitzigen Appenzeller. Den Daumen im Mund, den grossen Zehen im Kuhfladen und vor dem Zaun ein «Übertreten verboten». Umso grösser die Verlockung für die Hitzigen einen Schritt darüber zu wagen. Statt Trachtenhosen Baggy Pants. In den Ohren ein Beat. Was für ein Sound! Schweizer Tradition – einmal so richtig durchgeschüttelt. Immer noch verwurzelt und genauso rezent wie der Käse.

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  • Roger Dörig

    Als einer der letzten Sennensattler stellt Roger Dörig in seinem «Büdeli» in Appenzell feinstes, ziseliertes Kunsthandwerk aus Messing, Gold oder Silber her: für Trachten ebenso wie für trendige Gurtschnallen. Obwohl die Nachfrage steigt und er seinen Einmannbetrieb schon lange hätte vergrössern können, denkt er nicht daran: «‘Bleib klein und allein‘, das hat mir mein Grossvater auf den Weg gegeben». Selbst wenn ein Auftrag ins Haus flattert, für den US-präsidialen Hund Bo ein Halsband zu fertigen, lässt sich der ehemalige Skirennfahrer nicht aus der Ruhe bringen.

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  • Markus Sutter

    Kurt Aeschbacher besucht die traditionsreiche Backstube der Appenzeller Bäckerei „Böhli“. Während er von Bäckermeister Markus Sutter lernt, wie man eine Tafel Vögel macht, erfährt er im Gespräch, was es mit dieser Innerrhodener Spezialität und anderen Weihnachtstraditionen auf sich hat.

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  • Simon Enzler

    Zum Schluss trifft Kurt Aeschbacher eine echte Saftwurzel, den 39-jährigen Kabarettisten Simon Enzler. Zusammen suchen sie Enzlers geheimes Lieblingsplätzchen auf – mitten in der Appenzeller Winterlandschaft, unter eisklarem Himmel und hoch über der Nebelgrenze. An diesem feinen Ort der Stille wird übers vergangene Jahr sinniert und mit Augenzwinkern über das kurios Alltägliche lamentiert.

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