Alles möglich

Pablo Kümin, der beste Friseur im Land, Pädagoge und Forscher Arno Stern, «Heldin des Alltags 2013» Kerstin Birkeland Ackermann und Ultramarathonläufer Ernesto Sicurelli sind die Gäste von Kurt Aeschbacher.

Bei Kurt Aeschbachers Gästen ist alles möglich. Beim Anblick von Pablo Kümins Kreationen stehen einem die Haare zu Berg: Der beste Friseur im Land näht avantgardistische Haar-Kleider. Der Pädagoge und Forscher Arno Stern hat seine Kinder nie zur Schule geschickt; deshalb sei aus ihnen etwas geworden, sagt er. Kerstin Birkeland Ackermann organisiert Profifotografen für Familien mit schwerstkranken Kindern - damit setzt sie dem Tod ihres kleinen Sohns Till etwas Licht entgegen. Und: Ernesto Sicurelli kann ohne Schlaf 53 Stunden und über 200 Kilometer am Stück laufen: Der Ultramarathonläufer wird 66.

Beiträge

  • Pablo Kümin

    räumt als avantgardistischer Friseur in der Branche ab: Der 22jährige ist neuer und alter amtierender «Swiss Hairdresser of the Year» und war bereits zum zweiten Mal an der London Fashion Week im Einsatz. Bei ihm dreht sich alles ums Haar. Selbst am Abend vor dem Fernseher näht und flechtet Kümin kultige Echthaar-Caps sowie ganze Haar-Kleider für Mode-Fotoshootings. Seine ausgefallenen Haarkreationen sind inzwischen auch in Paris oder Los Angeles gefragt. Was alles mit Haaren möglich ist, zeigt der kreative Kopf bei «Aeschbacher».

    © Foto: Thomas Sing

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  • Arno Stern

    ist 9 Jahre alt, als für ihn die Flucht vor dem nationalsozialistischen Regime beginnt. Die jüdische Familie flüchtet nach Frankreich und später in die Schweiz. «Wie durch ein Wunder gehörten wir zu den wenigen, die nicht abgewiesen wurden», sagt der bald 90jährige Pädagoge und Forscher. «Meine glückliche Kindheit geschah unter der ständigen Bedrohung, verhaftet zu werden», sagt der Erfinder des Ateliers Malort in Paris, eine inzwischen über die ganze Welt verstreuten Institution. Stern versucht mit Begeisterung die schöpferischen Kräfte von Kindern zu stärken – ohne Leistungsdruck.

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  • Kerstin Birkeland Ackermann

    und ihre Familie haben ihren Sohn in den Tod begleitet. Till starb mit zehn Jahren an den Folgen eines Hirntumors. Die Mutter beschloss, den Scherben und dem Dunkel etwas Farbe entgegenzusetzen. Sie merkte, dass sie keine Familienfotos aus der Krankenzeit des Buben hatte. Zu spät fällt auf, dass diese Bilder - die wichtig fürs Erinnern und Verarbeiten sind - fehlen. Kerstin Birkeland schrieb Profifotografen an, ob sie auf Abruf und unentgeltlich zu Familien mit schwerstkranken Kindern fahren würden, um diese zu fotografieren. Das Projekt herzensbilder.ch war geboren..

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  • Ernesto Sicurelli

    ist fit wie ein Turnschuh. Und das mit bald 66. Im Jahr nimmt er über 1200 Kilometer unter die Füsse; Ultramarathons sind seine grosse Passion. Früher benutzte er als Trainingstrecke einen Tunnel zwischen Wiesen und Davos. Stundenlang rannte er darin hin und her. «Das sind 2,8 Kilometer und in der Nacht schön beleuchtet», scherzt er. Bei 100 Kilometern Laufen und mehr kommt der Davoser so richtig in Schwung. Aufregend wird es, wenn er auch in diesem Jahr am Swiss Irontrail startet und über 200 Kilometer am Stück zu laufen hat.

    © Foto Swiss-Image: Andy Mettler

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