Das waren noch Zeiten

Im Labor spricht Kurt Aeschbacher mit Erika Hess, Ursula Jones, Ingrid Grave und Wolfgang Koydl über «die guten, alten Zeiten»...

Als Erika Hess in den 1980er-Jahren an der Ski-WM in Schladming drei Goldmedaillen auf einen Streich gewann, jubelte die ganze Nation. Bei Ursula Jones zu Hause gingen die grossen Stars der Musikwelt wie Karajan, Rubinstein oder Furtwängler ein und aus. Ingrid Grave ging als «TV-Nonne» in die Schweizer Fernsehgeschichte ein. Und der deutsche Journalist Wolfgang Koydl unterzog sich zahlreichen Selbstversuchen, um herauszufinden, wie die Schweizerinnen und Schweizer ticken.

Beiträge

  • Wolfgang Koydl

    berichtet als Schweiz-Korrespondent der «Süddeutschen Zeitung» mit Herzblut und Humor über politische und gesellschaftliche Ereignisse in der Schweiz. Koydl ist ein Weltenbummler. Nirgends aber habe er sich bislang so geborgen gefühlt wie hierzulande, auch wenn ihn die Einheimischen manchmal verblüfften: zum Beispiel dann, wenn sie nachts mit der Taschenlampe den Rasen «wie Minensucher» auf Hundekot absuchen. Ihm ist die Schweizer Mentalität trotz Kuriosem sehr ans Herz gewachsen. In seinem neusten Buch befasst er sich mit der Frage, was die Schweiz denn so besonders macht.

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  • Ursula Jones-Strebi

    ist ein Tausendsassa. Königin Elisabeth verlieh ihr für ihre Verdienste an der Musik den Order of the British Empire. Schon als Kind in Luzern ging Ursula mit den Stars der klassischen Musik wie Furtwängler, Karajan oder Rubinstein auf Tuchfühlung. Als junge Frau zog es sie nach London. Sie wollte nur wenige Monate bleiben– geblieben ist sie bis heute. Jones machte unter anderen das English Chambre Orchestra London weltbekannt. Noch heute managet sie mit 81 Jahren junge Musiktalente und Stars.

  • Ingrid Grave

    war das «Nummerngirl Gottes» und als Fernsehnonne die bekannteste Ordensschwester der Schweiz. Als sie vor bald 20 Jahren beim Schweizer Fernsehen die «Sternstunde»-Ausgaben moderierte, sorgte sie in der Presse für Schlagzeilen. «Darf eine Klosterfrau so etwas tun?», fragten sich Ewiggestrige. Andere waren hell begeistert von der Dominikanerin, die keine Berührungsangst kennt. Vor elf Jahren verabschiedete sich die gebürtige Norddeutsche aus Altersgründen vom Bildschirm. Wer glaubt, die 76jährige führe nun einfach ein Rentnerdasein, irrt.

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  • Erika Reymond-Hess

    versetzte vor 30 Jahren die Schweiz in Euphorie: Einen Monat vor ihrem 20. Geburtstag wurde die Skirennfahrerin in Schladming auf einen Schlag dreifache Weltmeisterin. Die Schweiz war aus dem Häuschen. Mit sechs Weltmeistertiteln und 31 Siegen im Weltcup gehört Erika Hess zu den erfolgreichsten Ski-Stars des Landes. Mit einem Augenzwinkern blickt die heute 51jährige bei «Aeschbacher» auf die vergangenen Zeiten zurück. Sie erzählt von Beinbrüchen und Bussen auf der Autobahn sowie von ihrem intensiven Engagement bei der Ski-Nachwuchsförderung.

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