Nach Strich und Faden

Die Schweizermeisterin im Häkeln Renate Lengacher, der Ex-Botschafter Paul Widmer, die Schweizer Leichtathletin Mujinga Kambundji und Guido Trüssel, der Mann mit den sieben Leben sind zu Gast bei Aeschbacher.

Renate Lengacher behält die Fäden in der Hand und häkelt in nur acht Minuten eine Mütze, womit sie die Drittschnellste auf der ganzen Welt ist. Er geht vielen gegen den Strich und verliert dabei nie den Faden: Ex-Botschafter Paul Widmer ist ein Mann der deutlichen Worte. Die Sprinterin Mujinga Kambundji hat an der Leichtathletik-EM nach Strich und Faden überrascht. Guido Trüssel weiss von vielen Hochs und Tiefs aus seinem bewegten Leben zu berichten und schaut den Tatsachen fadengerade ins Auge.

Beiträge

  • Renate Lengacher

    hat den schnellsten Finger der Schweiz: In weniger als acht Minuten häkelt die quirlige Berner Oberländerin eine Mütze und ist damit Schweizermeisterin im Häkeln. Sie wollte sich global messen und holte an den Weltmeisterschaften die Bronzemedaille. Der Erfolg schlägt derart Wellen, dass die engagierte Hausfrau und Mutter dreier Söhne, die auch als Teilzeitpostzustellerin, Platzanweiserin und Chorspräsidentin amtet, so ganz nebenbei Häkelkurse für ihre Mützen und Barfusssandalen anbietet. Ein wahres Wolldorado.

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  • Paul Widmer

    ist ein Ex-Botschafter mit einer klaren Botschaft: «Zu viele Worte, zu wenige Gedanken» seien die Kennzeichen der neusten Entwicklungen in der Diplomatie. Zuletzt Botschafter am Heiligen Stuhl, ist der langjährige Diplomat nun in Pension gegangen. Mit seiner neusten Veröffentlichung «Diplomatie – ein Handbuch» wählt der studierte Historiker und Lehrbeauftragte der Universität St. Gallen eine deutliche und unterhaltsame Sprache, die erörtert, was die Schweiz einzigartig macht und an welchen Diplomatenklischees etwas Wahres dran ist.

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  • Mujinga Kambundji

    hat an der Leichtathletik-EM in Zürich nach Strich und Faden überrascht. Zuerst stellt sie einen Schweizer Rekord im 100-Meter-Sprint auf und infiziert das ganze Land mit dem Rennfieber. Dann lässt sie beim grossen Finale der 4-mal-100-Meter-Staffel der Frauen unsere Herzen höherschlagen - und manch einem wohl auch stillstehen - als ihr Sekunden nach dem Startschuss der Stab aus der Hand gleitet. Wie die aufgeweckte Bernerin diese EM der Emotionen erlebt hat und warum sie fernab der Rennbahn nicht immer die Schnellste ist, erzählt sie Kurt Aeschbacher in der Labor-Bar.

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  • Guido Trüssel

    hat mit 70 Jahren schon 7 Leben gelebt: Eine prägende Kindheit im Kloster mit Misshandlungen und Demütigungen hat ihn früh gelehrt, für seine Freiheit und Rechte zu kämpfen. Als junger Erwachsener verbringt er unbeschwerte Jahre auf hoher See; verstrickt sich nach seiner Rückkehr allerdings in Gaunereien im Milieu, die zu Gefängnisaufenthalten und Fluchtversuchen führen. Er rafft sich wieder auf und erlebt einen sozialen Aufstieg in Nigeria und Arabien. Für seine grosse Liebe konvertiert er zum Islam und lebt heute zwar geschieden, doch zufrieden ein gewiss ruhigeres Leben als auch schon.

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