Sinneswandel

Zu Gast im Labor bei Kurt Aeschbacher: Foodscout Richard Kägi, Elektrosensible Graziella Maiano, Biobauer David Michel und Einsiedlerin Schwester Benedikta

Kurt Aeschbachers Gäste berichten von ihrem Sinneswandel. Richard Kägi ist Foodscout und sucht auf der ganzen Welt nach Entdeckungen für die Sinne. Für Graziella Maiano ist jeder Tag eine Herausforderung: Als Elektrosensible meidet sie öffentliche Plätze und verzichtet, so gut es geht, auf Strom und Elektronik. Biobauer David Michel hat seine Maschinen verkauft und setzt auf seinem Hof nicht auf Motoren-, sondern auf Pferdestärke. Und: Schwester Benedikta liess ihr weltliches Leben hinter sich und widmet sich nun als Einsiedlerin in der Verenaschlucht ganz Gott und dem Gebet.

Beiträge

  • Richard Kägi

    muss bei seinem Job alle Sinne beieinander haben. Seine Nase ist dabei sein wichtigstes Arbeitsinstrument, so bezeichnet er sich selbst als «menschliches Trüffelschwein». Als Foodscout ist er im Jahr bis zu vier Monate unterwegs und sucht nach kulinarischen Köstlichkeiten, damit diese auch in der Schweiz genossen werden können. In der Labor-Bar präsentiert er seinen neusten Coup und erklärt, warum gutes Essen nicht immer teuer sein muss.

  • Graziella Maiano

    ist ständig auf der Hut. Ihre Sinne reagieren empfindlich auf elektromagnetische Felder. Übelkeit, Kopf- und Gliederschmerzen führten vor sieben Jahren dazu, dass sie ihren Job und ihr gewohntes Leben aufgeben musste. Sie verzichtet seither so weit wie möglich auf Strom, Handy und Internet. Einen festen Wohnsitz kennt sie nicht mehr, sie lebt aus dem Koffer – allzeit bereit, vor einem neu installierten WLAN in der Nachbarschaft zu fliehen.

  • David Michel

    hat sich auf das Altbewährte zurückbesonnen. Der junge Biobauer setzt auf seinem Hof mit Mutterkuhhaltung und Ackerbau auf natürliche Pferdestärke. Anstelle von motorisierten Traktoren bewirtschaftet er seine Felder mit den Kaltblütern Jurek, Leo, Eugen und der Stute Xantia. Viel Tüfteln, Geduld und Ideengeist war bei diesem zweijährigen Entstehungsprozess gefragt. Mit dem Geld, das Michel für Diesel spart, kann er sich nun sogar eine Hilfskraft auf dem Betrieb leisten.

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  • Schwester Benedikta

    hiess einst Franziska, war zwei Mal verheiratet, evangelisch und zog vier Kinder gross. Sie führte ein bürgerliches und engagiertes Leben. Doch immer wieder meldete sich bei ihr eine innere Stimme, die etwas anderes von ihr verlangte – ein Ruf, der von ihr forderte, ihre Familie zu verlassen und sich ganz Gott und dem Gebet zu widmen. Heute ist sie Eremitin in der Verenaschlucht und hat in ihrem Leben in Armut, Keuschheit und Gehorsam den inneren Frieden und Erfüllung gefunden.

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