Weitsicht

  • Donnerstag, 8. Dezember 2016, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 8. Dezember 2016, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Freitag, 9. Dezember 2016, 5:35 Uhr, SRF 1
    • Samstag, 10. Dezember 2016, 15:40 Uhr, SRF 1
    • Sonntag, 11. Dezember 2016, 4:30 Uhr, SRF 1

Was verbinden alt Bundesrat Adolf Ogi, Walforscherin Silvia Frey, Erfinder Stefan Heuss und Wissenschaftskabarettist Vince Ebert? Sie alle schauen mit Weitsicht und grossem Optimismus in die Zukunft.

Stefan Heuss erfindet verblüffend schräge Maschinen, die niemand will. Silvia Frey setzt sich international für den Schutz von Ozeanen und Meeressäugern ein. Vince Ebert, Physiker und Komiker, plädiert für mehr Weitsicht und den Mut zum Scheitern. Und: Ohne ihn gäbe es den längsten Eisenbahntunnel der Welt heute vermutlich noch nicht: alt Bundesrat Adolf Ogi.

Beiträge

  • Stefan Heuss

    leistet eine Art «mechanische Lebenshilfe», sagt er. «Ich bin ein Problemlöser.» Schnarcht die Bettgenossin oder der Partner, konstruiert der gelernte Landschaftsgärtner ein Objekt, das den gesamten Bettinhalt bei Schnarch-Emissionen sofort aus den Federn kippt. Heuss erfindet Weltneuheiten, die kein Mensch will – und das ganz bewusst. Es sind fabelhafte Maschinen, welche die Fantasie beflügeln und die Lachmuskeln in Gang setzen. «Ich finde es super, wenn die Leute das Gefühl haben, sie könnten zuhause den Mixer holen und das Gleiche nachbauen.»

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  • Silvia Frey

    ist Walforscherin. Seit Jahren setzt sich die Wissenschaftlerin mit Power und Weitsicht für den Schutz der Meeressäuger ein. Mit Feldforschungen im Mittelmeer trägt sie dazu bei, dass Meeresgiganten und Delfine den Menschen auch in Zukunft begegnen und sie bezaubern, zum Beispiel Pottwale, die als Lungenatmer Tauchtiefen von bis zu 3000 Metern erreichen und ihre tonnenschweren Babys unter Wasser mit vielen Litern fettreicher Milch pro Tag versorgen; sie produzieren Klicklaute, um sich zu orientieren und Beute zu orten, aber auch um in gruppenspezifischen Dialekten miteinander zu schwatzen.

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  • Vince Ebert

    kombiniert Wissenschaft mit Kabarett. Als Physiker war er von der Berechenbarkeit der Welt begeistert. «Das Leben ist zu komplex, um es perfekt zu planen. Ohne Zufall gäbe es keine Innovation. Porzellan wurde erfunden, als man Gold herstellen wollte. Die Wirkung von Viagra entdeckte man, weil Männer ein Herzmedikament nicht absetzen wollten.» Auch wenn der Mensch versuche, sein Leben zu optimieren, durch Algorithmen ideale Partnerschaften zu finden und den Körper mittels Smartphone-Applikationen zu trimmen: «Am Ende ist der menschliche Organismus kein Rasenmähermotor, den man tunen kann.»

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  • Adolf Ogi

    jubelte dem ersten Schweizer Astronauten, der ins All flog, ein spontanes «Freude herrscht!» zu. Als weltoffener Politiker traf er Persönlichkeiten wie US-Präsident Bill Clinton, ging mit François Mitterrand spazieren und traf Kofi Anan, mit dem ihn bis heute eine persönliche Freundschaft verbindet. Adolf Ogi war aber auch der erste Bundesrat, der das Dossier des längsten Eisenbahntunnels der Welt anpackte. Er gilt als «Vater des Gotthardbasistunnels» und kämpfte wie ein Löwe mit viel Weitsicht für dieses «Jahrhundertbauwerk», das ab 11. Dezember – Freude herrscht! – in Betrieb genommen wird.

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