Wenn alle Stricke reissen

Zu Gast im Labor bei Kurt Aeschbacher: Seiltanzduo Ulla Tikka und Andreas Muntwyler, Philosoph Wilhelm Schmid, erste Seilbahnerin der Schweiz Karin Huber und Mario Schmidli und Dominic vom Jugendschiff.

Ihr Strick dient ihnen als Boden unter den Füssen: Das Seiltanzduo F-ART mit Ulla Tikka und Andreas Muntwyler zeigt in der Labor-Bar wahre Akrobatikkunst. Wenn alle Stricke reissen, dann versuche man es doch mit Gelassenheit, sagte sich Philosoph Wilhelm Schmid und schrieb einen Bestseller. Karin Huber ist die erste Seilbahnerin der Schweiz und hat sich damit einen Mädchentraum erfüllt. Und: Dominic verbrachte über ein Jahr auf dem Jugendschiff und segelt heute einer stabilen Zukunft entgegen.

Beiträge

  • Ulla Tikka und Andreas Muntwyler

    bewegen sich elegant und graziös auf einem schmalen Strick. Das Seiltanzduo zählt zu den besten weltweit. Wer im Doppelpack den Tanz auf dem Seil wagt, der muss nicht nur seine eigene Balance im Griff haben, sondern auch noch die des Partners. Wenn es passt, dann passt es: Die Finnin Ulla Tikka und der aus der Circus-Monti-Dynastie stammende Andreas Muntwyler sind nicht nur auf, sondern auch neben der Bühne ein Paar.

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  • Wilhelm Schmid

    brach an seinem 60. Geburtstag nicht in Festlaune, sondern in Wut aus. Das eigene Älterwerden wurde ihm ungeheuer. Der Philosoph muntert seine Mitmenschen auf, dem allgegenwärtigen Trend des Anti-Aging «The Art of Aging» entgegenzusetzen. Wenn man lernt, menschliche Gegebenheiten hinzunehmen, kann man auch mit dem Alter gelassen umgehen. Mit welchen Aufmerksamkeiten dies noch leichter fällt, erklärt Schmid in der Labor-Bar.

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  • Karin Huber

    ist die erste Seilbahnerin der Schweiz. Täglich legt sie über 1000 Höhenmeter zurück und das bis zu zehn Mal am Tag. Sie ist die gute Seele, welche die Felskinnbahn in Saas Fee im Schuss hält. Die Touristinnen und Touristen staunen jeweils nicht schlecht, wenn sie die Aargauerin in luftiger Höhe am Werk erspähen: Ausgerüstet mit Helm, Sicherheitsseil und Klettergurt kraxelt die 32-Jährige auch gelegentlich an den Masten herum – schliesslich ist sie auch für die Revisionen zuständig. «Ich meche gerne», stellt die Wahlberglerin verschmitzt fest.

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  • Mario Schmidli und Dominic

    Dominic wurde als Jugendlicher von Heim zu Heim und Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht. Er galt als verhaltensauffällig und autoritätsungläubig. Bevor alle Stricke zu reissen drohten, wurde er zu einem Aufenthalt auf dem Jugendschiff verknurrt. Neben Segeln und Kochen lernte er auch sich selber besser kennen. Mario Schmidli von der Stiftung Jugendschiffe Schweiz hat ihn auf seinem Weg begleitet. Aus einer Arbeitsbeziehung ist heute eine Freundschaft geworden.

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