Zurück in die Zukunft

In der Sendung: Walter Schmid, Tim Noetzel, Toni Vescoli und Armin Meier.

Vordenker Walter Schmid macht aus Mist Energie: Sein Auto fährt mit Biogas, sein Haus produziert Strom. Tim Noetzel braucht kein festes Dach über dem Kopf: Der Survival-Experte lehrt Abenteurer das Überleben in der Wildnis. Toni Vescoli ist der Schweizer John Lennon, Bob Dylan und Johnny Cash in einem. Das Urgestein ist 70 geworden und steht seit 50 Jahren auf allen Bühnen dieses Landes. Und Armin Meier arbeitet seine Jugend als Heimkind auf: Mutig stellt er sich den Medien, die in ihm – vom kürzlich bekanntgewordenen Skandal aufgescheucht – einen der letzten Zeitzeugen finden.

Beiträge

  • Tim Noetzel

    überlebt in der Wildnis lediglich mit einem Sackmesser und einem Feuerzeug. Der Survival-Experte macht in Kursen Städter fit für die Natur. Die Abenteurer, die sich für seine Kurse in den Wald wagen, verspeisen Heuschrecken und Mottenlarven, putzen sich die Zähne mit Kohle und bauen aus Tannenästen eine Unterkunft. Nicht selten geben die vordergründig Stärksten als erste auf. Denn, so der Experte: «In der Wildnis zählt einzig der Wille.»

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  • Walter Schmid

    gibt Vollgas – für die Umwelt. Der Hobbyrennfahrer lässt Tankstellen links liegen, denn sein Auto fährt mit Bio-Abfällen. Der Erfinder überlebte einige Balkon-Explosionen, bis aus Hühnermist, Kartoffelschalen und Käserinden der Treibstoff der Zukunft wurde. Seither ist der ehemalige Bauunternehmer zum Öko-Papst mutiert, baut Häuser, die Null Energie brauchen – und sogar Energie ins Netz rückspeisen. Denn, so seine Devise, «jedes Haus kann ein kleines Kraftwerk sein».

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  • Armin Meier

    startete als uneheliches Kind einer Putzfrau ins Leben. Wegen Armut von der Mutter getrennt, kommt der Neunjährige ins Kinderheim Sonnenberg in Luzern. Wie heute bekannt ist, herrschten dort folterähnliche Zustände. Von sadistischen Erziehern und pädophilen Geistlichen ist in einem kürzlich veröffentlichten Bericht die Rede. Doch der heute 83jährige Meier erwartet keine finanzielle Gutmachung: «Eine geraubte Kindheit kann man nicht mit ein paar Silberlingen gutmachen.»

  • Toni Vescoli

    war der erste Rock ’n’ Roller der Schweiz, galt mit der Band «Les Sauterelles» nicht nur als der Beatle der Schweiz, sondern auch als der hiesige Bob Dylan. Er inspirierte zudem Polo «National» Hofer Mundart zu singen. Dieses Jahr feiert das Schweizer Musik-Urgestein gleich zwei Jubiläen: seinen 70. Geburtstag und das 50-Jahr-Bühnenjubiläum mit den «Heuschrecken». Grund genug, nächstes Jahr mit einem ganz persönlichen Buch aufzuwarten.

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