Abgestraft und blamiert - wacht die Wirtschaft jetzt endlich auf?

Das Stimmvolk hat die Steuerreform klar abgelehnt und gesagt: So nicht! Eine Ohrfeige für Politik und Wirtschaft. Hat die Wirtschaftselite den Kontakt zum Bürger verloren, sein Vertrauen verspielt? Wie geht es weiter nach diesem Grounding? Und: Was für eine Wirtschaft wollen die Schweizer denn?

Eine Steuerreform ist unumgänglich – darin sind sich alle einig. Nur: Welche? Vor allem der Mittelstand befürchtet, dass der Profit der multinationalen Konzerne auf seinem Buckel erwirtschaftet wird. Auch deshalb wurde die USRIII versenkt. Wie können die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft den Rückhalt in der Bevölkerung zurückgewinnen? Klar ist: Ein neues Modell muss die Interessen von Grosskonzernen, KMU und Mittelstand gleichermassen berücksichtigen.

Doch die nächsten Schritte sind umstritten. Muss die vieldiskutierte Gegenfinanzierung nun doch in die Reform integriert werden? Um den Mittelstand zu entlasten, könnten aber auch internationale Grosskonzerne stärker zur Kasse gebeten werden. Oder würde die Schweiz damit zu wenig attraktiv im internationalen Steuerwettbewerb?

Und ganz grundsätzlich: Braucht die Schweiz eine möglichst freie Wirtschaft – oder muss der Staat entschieden eingreifen, damit vom Wohlstand alle profitieren?

Zu diesen Fragen begrüsst Jonas Projer in der «Arena»:

Ausserdem im Studio:

  • Ueli Mäder, emeritierter Professor für Soziologie

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