Abstimmungs-Arena: Initiative gegen Heiratsstrafe

Es sollte der schönste Tag im Leben sein. Doch nach der Hochzeit zahlen viele Ehepaare mehr Steuern als zuvor. Dies sei ungerecht, sagt die CVP und möchte die «Heiratsstrafe» abschaffen. Die Gegner erwidern: Die Initiative nütze nur den Reichsten und diskriminiere gleichgeschlechtliche Paare.

Eigentlich hat das Bundesgericht entschieden: Eine steuerliche Schlechterstellung von Ehepaaren gegenüber unverheirateten Paaren ist verfassungswidrig. Doch für 80‘000 Ehepaare besteht bis heute eine Mehrbelastung bei der direkten Bundessteuer. Was rechtfertigt diese Ungleichbehandlung? Schwächt man damit nicht die Ehe? Und letztlich auch die Familien?

Wer profitiert denn eigentlich von der CVP-Initiative? Befürworter erhoffen sich steuerliche Erleichterung für Ehepaare und damit eine finanzielle Stärkung der Familien. Gegner monieren: Das Begehren nütze lediglich reichen Doppelverdienern. Schafft die Initiative Steuergerechtigkeit? Oder ist dies ein Steuergeschenk an die Reichen? Und können wir uns allfällige Steuerausfälle leisten?

Ausserdem polarisiert der Ehebegriff. Die Initiative definiert Ehe als «die auf Dauer angelegte und gesetzlich geregelte Lebensgemeinschaft von Mann und Frau». Stärkt das ein traditionelles Bild der Ehe? Und was ist mit Schwulen und Lesben: Sollen sie nicht heiraten dürfen?

Am 28. Februar stimmen Sie ab. Bereits diesen Freitag diskutieren in der Arena:

Auf der Contra-Seite:

Auf der Pro-Seite:

Artikel zum Thema

Mehr zum Thema