Die Impf-Arena: Politik, Wissenschaft und Glaubenskrieg

Der Tod eines masernkranken Buben in Berlin lässt die Impfdiskussion auch in der Schweiz wieder aufflammen: Handeln Eltern verantwortungslos, wenn sie ihre Kinder nicht gegen schwere Krankheiten impfen lassen? Oder schüren die Behörden unnötig Angst und helfen damit der Pharmabranche?

Soll man sich z.B. gegen die Grippe impfen? Braucht es die HPV-Impfung (Humane Papilloma-Viren) für Knaben wirklich, wie das Bundesamt für Gesundheit seit neustem empfiehlt? Und wie sieht es mit der Masernimpfung aus?

Befürworter wie Gegner von Impfungen argumentieren mit dem Wohl von Kindern, von Pflegebedürftigen, von ihren Liebsten. Der Entscheid des Einzelnen kann aber auch über das Wohl von Anderen bestimmen. Steckt man allenfalls jemanden mit einer Krankheit an?

Im Arena-Ring diskutieren der Zürcher FDP-Ständerat und ehemalige Prof. für Präventivmedizin Felix Gutzwiller sowie der ehemalige Immunologie-Professor Beda Stadler auf der impfbefürwortenden Seite. Kritik an der heutigen Impfpraxis kommt von Yvonne Gilli, St. Galler Nationalrätin der Grünen, Ärztin und Homöopathin. Und Naturheilpraktiker Daniel Trappitsch lehnt Impfungen gar grundsätzlich ab.

In der Arena diskutieren:

Yvonne Gilli, Nationalrätin Grüne/SG, Ärztin

Felix Gutzwiller, Ständerat FDP Liberale/ZH, em. Professor Präventivmedizin Uni ZH

Beda Stadler, em. Professor für Immunologie Uni BE

Daniel Trappitsch, Geschäftsleiter Netzwerk Impfentscheid, Naturheilpraktiker

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