Die Schweiz in Gefahr?

Der „Islamische Staat“ (IS) versetzt Europa in Angst. In Brüssel gilt während Tagen die höchste Terrorwarnstufe. In Frankreich herrscht immer noch der Ausnahmezustand. Ist auch die Schweiz in Gefahr?

Mehrere Zeitungen schreiben über eine angebliche „IS-Zelle“ in Winterthur und einen dortigen „IS-Paten“, der im libyschen Bürgerkrieg gekämpft haben soll. Seit der Jahrtausendwende sind laut dem Nachrichtendienst des Bundes 71 Personen aus der Schweiz in den Dschihad gezogen, mehrheitlich nach Syrien und in den Irak, 13 davon sind zurückgekehrt. Stellen Dschihad-Reisende eine Gefahr für uns dar und könnte der IS auch in der Schweiz Terroranschläge verüben? Müssen wir uns überhaupt besser gegen Terror schützen?

Während einige Politikerinnen und Politiker die Grenzwache verstärken wollen, argumentieren andere, dass auch die Schweiz den Konflikt im Nahen Osten anheize. Im Wert von 4 Millionen Franken sandte die Schweiz 2014 Kriegsmaterial nach Saudi-Arabien. Bereits 2012 tauchten Schweizer Handgranaten im syrischen Bürgerkrieg auf. Soll die Schweiz angesichts der Sicherheitslage auch weiterhin Waffen in Kriegsgebiete exportieren?

In der Arena diskutieren:

Kathy Riklin, Nationalrätin CVP/ZH

Balthasar Glättli, Fraktionschef Grüne, Nationalrat Grüne/ZH

Peter Regli, ehemaliger Geheimdienstchef

Walter Wobmann, Nationalrat SVP/SO

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