Unsere Gäste vom 11. Juni

Im Studio diskutieren Viola Amherd, Julia Onken, Pirmin Schwander und Patrick Fassbind, sowie der Autor des Films, Simon Christen.

Gäste auf der Contra-Seite:

Julia Onken Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Julia Onken SRF/Thomas Züger

Julia Onken, Autorin und Supervisorin

Julia Onken hat oft mit Menschen zu tun, die sich in einem Konflikt mit der Kesb befinden. Schon zahlreiche Personen haben sich bei ihr gemeldet. Sie ist der Meinung, die Kesb agiere unmenschlich und bürokratisch: «Die Kesb entscheidet mit zu wenig Wohlwollen und zu wenig menschlichem Gespür. Sie handelt nach dem Grundsatz „Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt“».

Pirmin Schwander Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Pirmin Schwander stahlphoto.ch

Primin Schwander, Nationalrat SVP/SZ

Nationalrat Pirmin Schwander ist ein Kesb-Gegner der ersten Stunde. Er berät zahlreiche Personen, die mit der Kesb zu tun haben und die bei ihm Hilfe suchen: «Die Kesb bezieht nahe Familienangehörige zu wenig in ihre Entscheide mit ein. Früher entschieden Laienbehörden auf Gemeinde-Ebene. Diese waren viel näher an den Leuten als die bürokratische Kesb.»

Gäste auf der Pro-Seite:

Patrick Fassbind Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Patrick Fassbind SRF

Patrick Fassbind, Leiter Kesb BS

Patrick Fassbind präsidierte füher die Kesb Bern, heute leitet er die Kesb Basel-Stadt. Die Kesb mache einen guten Job, findet er: «Die Kesb wird nie einfach von sich aus tätig. Sie wird erst aktiv, wenn eine Gefährdungsmeldung vorliegt, zum Beispiel von einer Lehrperson. Im Gegensatz zur Kesb waren die alten Laienbehörden mit komplexen Entscheidungen oftmals überfordert.»

Viola Amherd Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Viola Amherd .

Viola Amherd, Nationalrätin CVP/VS

Die Juristin war früher Stadträtin von Brig-Glis und war als solche im alten System selber an Entscheiden der Vormundschaftsbehörde beteiligt. Sie ist der Ansicht, dass die Professionalisierung der Kesb dringend nötig war: «Die Fälle und besonders die Familienkonstellationen wurden in den letzten Jahren immer komplizierter und vielfältiger. Deshalb braucht es dringend Profis.»