Beardyman - und die soulige Seite der Beatles

Ein rauchiger Club in London, 2 Uhr morgens. Der junge Mann auf der Bühne fragt schnoddrig: «Was wollt ihr?». Jemand ruft: «Drum'n'Bass!» Darauf jemand anders: «Stevie Wonder!». Von der Seite kreischt jemand: «Paradise City!»

Der Mann auf der Bühne hält kurz inne um dem Publikum dann eine knarrende Drum'n'Bass-Version der Rock-Hits «Paradise City» um die Ohren zu hauen, gesungen allerding mit der souligen Stimme von Stevie Wonder. All das nur mit Hilfe eines Mikrofons und ein paar Loopgeräten.

Dieses Ein-Mann-Spektakel heisst «Beardyman» und kommt aus London. Der junge Witzbold, Beatboxer und lebende Jukebox erobert zur Zeit mit seinen atemberaubenden Auftritten ganz Europa und die Videos seiner Konzerte sind auf Youtube hochbegehrt.

Beardyman gibt am Wochenende vom 9. April zwei Konzerte in der Schweiz und findet bei dieser Gelegenheit auch den Weg ins Radiostudio Zürich, wo das Multitalent erst die Hörer des Jugendsenders Virus (drsvirus.ch) mit einer interaktiven Livesession platt macht und danach in Black Music Special Red und Antwort steht.

Kleine Kostprobe gefällig?
Beardyman und der Blues
Beardyman und der Jazz
Beardyman Live @ the Bellylaugh

Einige der grössten Beatles-Hits wurden bei alten Soulklassikern abgekupfert. Aber auch umgekehrt bedienten sich grosse Soulmusiker beim Repertoire der Band aus Liverpool.

DRS 3 Black Music Special stöbert die wunderbaren Früchte auf, die aus der innigen Beziehung zwischen den Beatles und dem Soul gereift sind und ortet auch in der modernen Schwarzen Musik den Einfluss der legendären Pilzköpfe.

Gespielte Musik

Autor/in: Sascha Rossier