Best Of Black Music Special 2015: Der Untergrund schlägt zurück

Ganz ehrlich: Best-Of Sendungen sind Scheisse! Warum? Stellt Euch vor ihr seid Mutter von sechs Kindern aber nur zwei haben im Auto Platz. Ja genau so fühlt man sich als Musikredaktor, wenn man aus all den Spitzen-Tracks die während eines Jahres erschienen sind nur eine Handvoll auswählen muss.

Georgia Anne Muldrow zeigt ihre Stinkefinger
Bildlegende: Georgia Anne Muldrow PD

Ich hätte locker 6 Stunden gefüllt, ach was 8 Stunden! Und auch dann wären lange nicht alle Tracks aus dem Radio gedröhnt, die es verdient hätten in der Best-Of-Sendung gespielt zu werden. Aber zum Glück könnt ihr Euch ja immer noch alle Podcasts von allen Black Music Specials des Jahres 2015 in voller Länge runterziehen, wenn ihr wollt. Rund 100 Stunden Black Music vom Feinsten.


Das Allerfeinste vom Feinsten wird aber heute Abend nochmals so richtig abgefeiert: 2015, das Jahr in dem Altmeister wie Prince, Dr. Dre, Erick Sermon oder KRS-ONE ihre Alben auf uns runterregnen liessen. 2015 aber vor allem auch das Jahr für frische Stimmen und Produzenten wie Judith Hill, Eska, Georgia Ann Muldrow, Son Little oder Raury, die uns zeigten, dass gerade neben den plattgetrampelten Mainstream-Pfaden die richtig gute Musik zu Hause ist.

Das Internet macht es einmal mehr möglich: 2015 war nämlich auch das Jahr in dem sich Musikplattformen wie Bandcamp, Soundcloud und Co. vollends durchzusetzten vermochten und dem geneigten Musikfan die Chance bot, Musik direkt vom Künstler zu kaufen. Ohne dass ein Milliardenschwerer Musikmulti dazwischen noch horrende Margen abzwackte.

Die Musik, so scheint es, gehört wieder denen die sie machen und denen die sie hören. Das tut nicht nur den Künstlern und den Fans gut, sondern auch der Musik selbst. Der Beweis dafür wird heute am 20 Uhr im Best Of Black Music Special erbracht.

Gespielte Musik

Autor/in: Sascha Rossier, Moderation: Sascha Rossier, Redaktion: Sascha Rossier