Monophonics – Sündiger Soul aus San Francisco

«Eine der besten Live-Soulbands, die ich je gesehen habe» schwärmt Al Bell über die Monophonics. Und Al Bell muss es wissen, denn er war Mitbesitzer des legendären Soul-Labels Stax Records. Die Monophonics veröffentlichen mit «Sound Of Sinning» ihr neustes Meisterwerk. Ich habe Euch gewarnt!

Monophonics.
Bildlegende: Monophonics. PD

Und nicht nur Live sind die Monophonics eine Wucht. Die Soulband aus San Francisco entführt uns mit ihrem neusten Album «Sound Of Sinning» in eine Welt, die im Soul leider viel zu wenig besucht wird: Die Welt des Psychodelic Soul.

Würden die Mitglieder der Monophonics nicht so unglaublich präzis miteinander abgrooven, man könnte meinen sie seinen von morgens bis abends stockbekifft. Wie eine riesige Dunstwolke zwischen Hippie-Sound und der Musik aus frühen Edgar Wallace-Filmen benebeln uns die Songs der 6-köpfigen Band mit einer ganz eigenwilligen Klang-Mischung.

Der einzige Grund, dass man sich in dieser hochemotionalen Zwischenwelt nicht verirrt, sind die wunderbar rumpligen Drumsounds und treibenden Bassläufe. Übersetzt bedeutet der Albumtitel ja «Der Klang der Sünde»; absolut treffend: Die Scheibe ist so verführerisch gut, dass man sie schon fast auf die Liste der verbotenen Betäubungsmittel setzen müsste.

Gespielte Musik

Moderation: Sascha Rossier, Redaktion: Sascha Rossier