Odetta Hartman verknotet Hirnwindungen

Odetta Hartman ist eine junge Dame, die den Geiste des alten New York am Leben hält. Mit einer unverwechselbaren Stimme und einem Händchen für verschiedenste Instrumente trägt sie den Cowboy-Soul mit ihrer Debut-EP «222» in eine neue Ära.

Odette Hartmann
Bildlegende: Odette Hartmann PD

Wo Country auf Computer trifft und Bluegrass keine Angst vor fetten Bässen hat ist die 25-jährige Musiktüftlerin aus Manhattan zu Hause. Zusammen mit ihrem Freund und Produzenten Jack Inslee hat Odetta Hartman etwas total Neues und Unbehagliches erschaffen: Tödliche Banjos, Verstimmte Violinen, geheimnisvolle Geschichten und bedrohliche Klangwelten bilden den Hintergrund für Gesangsexperimente in der Unschärfe zwischen engelhaft und unheimlich.

Odetta spielt Gitarre, Banjo, Violine und reichert das Ganze mit Samples an, die sie mit ihrem portablen Aufnahmegerät in den Hinterhöfen New Yorks aufgezeichnet hat.

Die 22-minütige Klang-Novelle «222» verknotet einem schon ab der ersten Note die Hirnwindungen. Darüber nachzudenken ist sinnlos. Man muss sich treiben lassen und die Bilder einfach annehmen, die sich beim Hören dieser Scheibe von ganz alleine bilden. Bereit für den Trip?

Und für alle, die das neue Album von Prince ... ehm ... Pardon, das neue Album «Back In Time» von Judith Hill (komplett produziert von Prince, ein Meisterwerk ... in zehn Tagen, zägg fertig!) noch nicht runtergeladen haben hier nochmals der Gratisdownloadlink.

Gespielte Musik

Moderation: Sascha Rossier, Redaktion: Sascha Rossier