Archäologische Wundertüte: Die Kairoer «Genizah»

Einem Schatz auf der Spur: Kairoer Genizah – Reformation: Tessiner Glaubensflüchtlinge in Zürich – Religionsmeldungen der Woche

Symbol auf Grün
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Fundgrube für die Bibelwissenschaft und Philosophie

In einer Genizah mauern jüdische Gemeinden seit der Antike gebrauchte Schriftstücke ein. Die berühmteste ist die Genizah von Kairo: Sie enthielt eine sehr grosse Menge Bibelhandschriften, philosophische Texte, Gebetbücher und anderes mehr. Die Schriftzeugnisse sind teils über Tausend Jahre alt. Der Kairoer Fund wurde in der Kolonialzeit nach London gebracht. Seither wird er erforscht und bringt bis heute immer wieder Überraschungen, nicht nur für Theologinnen, auch für alle an Geschichte Interessierten.

Susanne Petrin

Tessiner Reformierte – von Asylsuchenden zu Zürichs Stolz

Die Geschichte der Locarner Glaubensflüchtlinge in Zürich hört sich an wie ein Hollywood-Film: Da kommen 116 Personen im Frühling 1555 in Zürich an, mit ihren wenigen Habseligkeiten. Ein paar hundert Jahre später gehören die Namen «Orell» und «Muralt» zu den gewichtigsten in der Limmatstadt. Barbara Hutzl-Ronge hat anlässlich des Zürcher Reformationsjubiläum ein Buch geschrieben, in dem sie diese Geschichte erzählt. Und nicht nur diese: Anhand von elf Stadtspaziergängen lädt sie die Lesenden ein, bisher weniger bekannten Geschichten während und nach der Zürcher Reformation nachzugehen.

Deborah Sutter

Buchhinweis: Barbara Hutzl-Ronge. Spaziergänge durch 500 Jahre überraschende Stadtgeschichten. AT Verlag, 2019.

Neues aus Religionen und Kirchen

Redaktion: Nicole Freudiger