Ein Mahnmal für namenlose Flüchtlinge

Offene Kirchen machen auf Flüchtlingsschicksale aufmerksam – Verfolgt und wieder auferstanden: die Ezidinnen im Irak – Religionsmeldungen der Woche

Symbol auf Blau
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Mit einer 24-Stunden-Aktion gedenken die offenen Kirchen in Bern und Zürich 35 597 Menschen, die in den letzten Jahren auf der Flucht über das Mittelmeer gestorben sind.
Freiwillige verlesen die Namen von Männern, Frauen und Kindern, die auf ihrer Flucht nach Europa ums Leben kamen. Von den meisten ist jedoch noch nicht einmal der Name bekannt, manchmal aber ihr Alter, Geschlecht und die Todesart. Mit der Aktion wollen die Offenen Kirchen ein Mahnmal für die Toten setzen. Ihre Traueraktion sei zugleich aber auch Protest gegen eine europäische Abschottungspolitik, wie Pfarrer Andreas Nufer sagt.
Judith Wipfler

Religiöse Frauenpower
Die ezidische Religionsgemeinschaft kennt Verfolgung schon seit über 4000 Jahren. Die Massaker, die der IS unter ihnen angerichtet hat, wurden zum Weckruf, sich selbst neu zu definieren. Dabei besinnen speziell die Ezidinnen sich auf ihre Jahrtausende alte religiöse Tradition.
Bernard Senn

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Redaktion: Nicole Freudiger