Krise als Chance für die evangelisch-reformierte Kirche Schweiz?

Die Machtfrage muss bei den Reformierten neu gestellt werden - Aktion "Beim Namen nennen" anlässlich des Flüchtlingssonntags - Religionsmeldungen der Woche

Symbol auf Violet
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Wie weiter bei den Schweizer Reformierten?
Die evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS ist knapp ein halbes Jahr alt und steckt schon tief in der Krise: Grenzverletzungen werden dem zurückgetretenen Präsidenten Gottfried Locher vorgeworfen, eine Liaison zwischen ihm und dem ehemaligen Ratsmitglied Sabine Brändlin wurden publik, die Kommunikation des EKS-Rates kann als ungenügend bezeichnet werden. Diese Woche hat das Kirchenparlament, die Synode, getagt und wollte Licht ins Dunkel bringen. Vieles bleibt jedoch weiterhin unklar.
Wir fragen bei Christina Aus der Au, Theologin und ehemalige Geschäftsführerin des Zentrums für Kirchenentwicklung, nach: wie soll es mit den Reformierten weiter gehen? Sie ist überzeugt, dass die Machtfrage neu gestellt werden muss.
Autorin: Kathrin Ueltschi

Erinnerungskultur mit politischen Forderungen verbinden
Das Mittelmeer sei ein Massengrab. Ein Skandal, findet Monika Hungerbühler, Leiterin der Offenen Kirche Elisabethen in Basel. Gemeinsam mit Kirchen in Bern, Zürich, Luzern und St. Gallen ruft sie anlässlich des Flüchtlingssonntags die Verstorbenen in Erinnerung. Hunderte Menschen machen mit bei der Aktion „Beim Namen nennen, darunter auch viele nicht-Religiöse. Jedem einzelnen Menschenleben wollen sie gedenken - genauer 38‘739 Menschenleben, die seit anfangs der 1990ern Jahren auf der Flucht nach Europa ums Leben kamen. Genau so viele Briefe sollen auch beim Bundesrat in Bern eintreffen, mit der Forderung: nehmt Geflüchtete von den griechischen Lagern in der Schweiz auf, jetzt.
Autorin: Dorothee Adrian

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Redaktion: Léa Burger