Kulturkarl, Kriegerkarl, aber vor allem auch Kirchenkarl

Karl der Grosse (747/8-814) war der christlich-abendländische Herrscher schlechthin. Seinen Nachruhm verdankt er umfangreichen Reformen in Kirche, Kultur und Staat. Der römisch-katholische Ritus wurde dank ihm überall gültig.

Idealbild Karls des grossen aus der Albrecht-Dürer-Werkstatt, 1514.
Bildlegende: Idealbild Karls des grossen aus der Albrecht-Dürer-Werkstatt, 1514. Stiftung Deutsches Historisches Museum, Berlin

Karl strebte hinsichtlich der Lateinkenntnisse ein spätantikes Niveau an, um einen gültigen Bibeltext zu schaffen. Er reformierte die Liturgie und setzte den römischen Ritus durch. Er gründete Klöster und brachte die Klosterschulen zu neuem Glanz. Kaiser Karl, der Krieger und Reformer, bescherte Europa die grösste Blütezeit seit dem Goldenen Zeitalter des Römischen Reiches im 1. Jahrhundert vor Christus. Die neue Ausstellung im Landesmuseum in Zürich widmet sich diesem einzigartigen Reformer.

Weiteres Thema: „Bücher, die vom Himmel fallen: Der heutige Papst Franziskus kennt den Rabbi Abraham Skorka schon seit über 20 Jahren, sie trafen sich in Buenos Aires jeweils zum Kaffee. Aus den Gesprächen dabei entstand das Buch „Über Himmel und Erde.

Redaktion: Antonia Moser