Syrische Flüchtlinge: Sollen Christen bevorzugt werden?

Kurz nachdem der Bundesrat beschlossen hat, in den nächsten drei Jahren 500 Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen, fordern gewisse Kreise, syrische Christen zu bevorzugen. Darf Religionszugehörigkeit bei humanitärer Hilfe ein Kriterium sein?

Hugo Fasel, Direktor der Caritas Schweiz und ehemaliger Nationalrat der Christlich-sozialen Partei.
Bildlegende: Hugo Fasel, Direktor der Caritas Schweiz und ehemaliger Nationalrat der Christlich-sozialen Partei. Keystone

Die Debatte um Aufnahme syrischer Flüchtlinge findet momentan in vielen europäischen Ländern statt. In Österreich hat Aussenminister Michael Spindelegger vorgeschlagen, Christen zu bevorzugen. Humanitäre sowie kirchliche Organisationen sind empört über diese Forderung und verlangen, die Auswahl der Flüchtlinge den Hilfsorganisationen zu überlassen. Welche ethischen Grundlagen müssen bei der humanitären Hilfe gewährleistet sein? Wir fragen nach bei Hugo Fasel, Direktor der Caritas Schweiz.

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Autor/in: Kathrin Ueltschi