Urmenschlich – Ein Plädoyer für die Traurigkeit

Die langjährige SRF-Radioredaktorin Angelika Schett hat ein neues Buch geschrieben über «Des Menschen Traurigkeit». Es sind 12 Gespräche mit Gelehrten aus Philosophie, Theologie, Medizin und Psychologie über eines der menschlichsten Gefühle überhaupt, die Traurigkeit.

Ein Steg auf einem See, darauf sitzt eine Frau und blickt in die Ferne.
Bildlegende: Traurigkeit ist ein ein wertvolles menschliches Gefühl. Imago/Westend61

Leider sei dieses Gefühl unter gesellschaftlichen Druck geraten, meint die Sozialpsychologin Angelika Schett. Aber es sei schlecht bestellt um eine Gesellschaft, in der sich Menschen keinerlei Traurigkeit mehr leisten zu können glauben.
Viel zu schnell würden Anflüge von Traurigkeit pathologisiert, also für krank erklärt. Dabei ist Traurigkeit überhaupt keine Krankheit, sondern ein wertvolles menschliches Gefühl. Selbst Jesus sei mitunter traurig gewesen, als er sich von allen verlassen fühlte im Garten Gethsemane.

  • Buchangabe:
    Angelika Schett, Des Menschen Traurigkeit. Zwölf Gespräche. hogrefe Verlag 2017. ISBN-Nr. 978-3-456-85657-5

Redaktion: Redaktion: Judith Wipfler