Wo Weihnachten noch zuhause ist – eine Reportage aus Norwegen rund um «Luciadagen»

Seit 2012 ist die Evangelisch-Lutherische Kirche Norwegens keine Staatskirche mehr. Anders als in anderen europäischen Ländern halten aber die Norwegerinnen und Norweger zu ihrer kirchlichen Tradition. Das mag auch mit ihrer schönen Weihnachtstradition zu tun haben.

Symbol auf Blau
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Über 70% der Menschen Norwegens sind Mitglied in der evangelisch-lutherischen Kirche. Vielleicht hat diese Kirchentreue sogar etwas mit der stimmungsvollen Advents- und Weihnachtszeit in Norwegen zu tun. Die erlebt bereits am 13.12. einen ersten Höhepunkt, also an «Luciadagen», dem Luziatag. Lichterfüllt und mit viel Gesang begehen Menschen auch in Norwegen den aus Schweden stammenden Brauch. Seine Symbolik ist in der Nordregion mit wenigen Stunden Tageslicht im Dezember sehr «einleuchtend».
Aber es gibt noch weitere Gründe, warum die lutherische Kirche Norwegens so gut dasteht. Judith Wipfler hat Luciadagen in Bodø miterlebt. Sie traf dort die Dompröpstin und Domkantorin, auch dem Vize-Bürgermeister lief sie über den Weg und traf an der Nord-Universität von Bodø noch einen optimistischen Theologen.

Redaktion: Judith Wipfler