Royal Arena 2015: Der Wrap Up

Das Royal Arena hat den Schweizer Rapsommer würdig beendet. Die Stimmung: musikorientiert und friedlich. Der Geruch: krautig. Das Wetter: ein Träumli. Das Festival war auch dieses Jahr wieder sehr... Hip Hop.

Royal Arena Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gute Laune am Royal - ansteckend wie Grippeknutschen SRF

Zuerst einmal: Das Royal Arena ist sympathisch. Level: «Wildfremde teilen Burger.» Die Stimmung ist durchs Band extrem friedfertig - keine Selbstverständlichkeit für einen Sammelort des kollektiven Rausches und keineswegs selbstverständlich an einem Hip Hop-Event. Lag dieses Jahr wohl nicht zuletzt am spektakulären Wetter.

Ein royales Vergnügen

Zweitens: Das Royal ist sehr Hip Hop. Weder am «Touch the Air»/«Touch the Lake», noch am Openair Frauenfeld finden sich die verschiedenen kulturellen Aspekte des Hip Hops so wieder wie am Royal.

eine Arenaförmige Bühne, umringt von Menschen die ein Breakdance Battle verfolgen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: B-Boy Battle in der Arena Samstag von 14-18 Uhr wurde gebruchtanzt was die Becken hielten. SRF

Da battlen sich sechs Stunden lang Bruchtänzer und es mangelt nicht an interessierten Zuschauern.

Zudem hatte auch die eine oder andere Graffiti-Speerspitze aus der Schweiz oder Deutschland die Cans in der Hand. Diese Kulturen sind Randkulturen, und eigentlich interessiert sich «nur» ein relativ kleiner Bestandteil der Schweizer Bevölkerung dafür – aber eben dieser Teil macht mindestens die Hälfte der Festivalbesucher am Royal aus. Und das macht das Royal eben richtig Hip Hop.

Acts aus Frankreich = Dope

Musikalisch waren uns die meisten Acts recht vertraut – ausser den manchmal von uns leicht vernachlässigten Französischen Bands - welche sich übrigens bei diesem doch sehr frankophonen Festival grösster Beliebtheit erfreuen.

Eine Bühne mit einem in einem blauen Seidenpyjama gekleideten Rapper Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: 1995 aus Paris Schräges Outfit - chaotische, energiegeladene Show! SRF

1995 aus Paris kannten wir knapp von Youtube – live vermochten die Pariser mit einer pulsgetriebenen, energetischen Show mehr als zu überzeugen.

Fast wie eine neue, leicht chaotischere Fassung der legendären, französischen Saian Supa Crew, welche für ihre aussergewöhnlichen Liveshows bekannt waren.

Jugendflashback mit Jurassic 5

Ach, als wir noch 14 waren… und den süssen Klängen der Übercrew aus L.A. lauschten...

Jurassic 5 und das letzte Abendmahl

0:41 min, aus Bounce Hip Hop vom 23.08.2015

Dass wir sie Jahre später persönlich kennenlernen dürfen, lustige Gespräche führen würden und das fulminante Abschlusskonzert eines königlichen Hip Hop Festivals aus unerhörter Nähe konsumieren würden, hätten wir uns im Traum nicht gedacht.

Bubentraum 2.0: Nachdem sie uns schon letztes Jahr am Openair Frauenfeld mit Interview und Show der sondergleichen Sympathie und Präzision bescherten. Charlie Tuna’s letztes Abendmahl: natürlich Omas Thanksgiving Festessen.

Aufs Royal, Prosit – und bis zum nächsten Jahr.