Als die Berliner Mauer die Schweiz trennte

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  • Als die Berliner Mauer die Schweiz trennte

    Der Kalte Krieg machte auch vor der Schweizer Grenze nicht halt. Bis zum Mauerfall 1989 galt der kommunistische Osten als das Feindbild schlechthin, löste bisweilen hysterische Ängste aus und polarisierte die Gesellschaft quer durch die Familien.

    Sowohl der Schriftsteller Lukas Hartmann als auch der Historiker Ricardo Tarli werfen neue Blicke auf ein Stück Schweizer Geschichte, das erst wenig aufgearbeitet ist.

  • Ein Rebell, ein Patriot – und das Scheitern

    In seinem vielschichtigen neuen Roman «Auf beiden Seiten» schildert Lukas Hartmann die fiktive Geschichte des Schweizer Journalisten Mario Sturzenegger.

    Sie spielt in der Schweiz in den letzten Jahren des Kalten Kriegs und verwebt geschickt Fiktion mit historischen Begebenheiten wie dem Fichenskandal oder dem Auffliegen der P-26.

    Der Roman ist jedoch mehr als ein literarisches Zeitgemälde. Er ist auch ein packender Entwicklungsroman und eine eindringliche psychologische Studie über menschliches Versagen.

    Buchhinweis: Lukas Hartmann. Auf beiden Seiten. Diogenes, 2015.

    Felix Münger

  • Stasi-Agenten in der Schweiz

    In der Schweiz galt die DDR offiziell als Unrechtsstaat und die Berliner Mauer als Schandmal. Tatsächlich operierten auf Schweizer Boden jedoch zahlreiche DDR-Tarnfirmen.

    Das ostdeutsche Regime versuchte etwa durch den Schmuggel von Technologie oder mittels illegaler Devisengeschäfte der heimischen Mangelwirtschaft beizukommen. Das detailreiche Buch des Schweizer Historikers Ricardo Tarli wirft einiges Licht auf die wenig bekannte Rolle, welche die Schweiz für die DDR spielte.

    Buchhinweis: Ricardo Tarli. Operationsgebiet Schweiz. Die dunklen Geschäfte der Stasi. Orell Füssli, 2015.

    Felix Münger