Andrew Ridker: Shooting Star der amerikanischen Literatur

Der 28-Jährige hat mit seinem Debütroman «Die Altruisten» einen Überraschungserfolg gelandet. In Ridkers Heimat, den USA, wurde sein Buch hymnisch gelobt. Bei uns ist er noch zu entdecken.

Junger Mann blickt in die Kamera
Bildlegende: Andrew Ridker zählt zu den jungen Stars der amerikanischen Literatur (Bild: George Baier IV)

Andrew Ridkers Erfolgsgeheimnis kann man wohl nicht abschliessend lüften. Aber seine empathische und gleichzeitig humorvolle Erzählweise, die Nahbarkeit der Figuren und die bildhafte Sprache sind bestimmt ein Teil davon.
Im Roman «Die Altruisten» erzählt Andrew Ridker von einer Familie, die sich nach dem Tod der Mutter neu zusammenraufen muss. Unterschiedliche Vorstellungen, Erwartungen und Lebensentwürfe prallen aufeinander. Aber alle Familienmitglieder sind schlussendlich mit der gleichen Frage konfrontiert: was macht ein – auch moralisch – gutes Leben aus? Eine der grossen Qualitäten dieses Romans ist es, dass er auch im Leser, in der Leserin, viele Fragen aufwirft, sich aber nicht anmasst, auch die Antworten zu haben. Wie Andrew Ridker im persönlichen Gespräch sagt: «Dieses Buch ist aus Fragen entstanden. Man schreibt ein Buch, um Antworten zu finden. Aber die findet man nicht. You just get the book!»

Die Sendung BuchZeichen stellt Roman und Autor vor – Andrew Ridker hat bei seinem Besuch in Zürich im Radiostudio vorbeigeschaut.

Buchhinweis: 
Andrew Ridker. Die Altruisten. Penguin Verlag, 2019. 

Autor/in: Britta Spichiger