Connie Palmen: Chronik der Trauer

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  • Connie Palmen: Chronik der Trauer

    Die holländische Schriftstellerin Connie Palmen musste schon zum 2. Mal mit dem Tod eines Geliebten fertig werden. In «Logbuch eines unbarmherzigen Jahres» schreibt sie sich ihre Verzweiflung von der Seele. Es ist ein erschütterndes Buch gegen das Vergessen.

    48 Tage nach dem Tod von Hans van Mierlo, dem bekannten holländischen Politiker, beginnt Palmen mit ihren ersten Notizen über die Trauer, aber auch über eine grosse Liebe. Sie erzählt schonungslos vom «Quasileben» ohne ihren Geliebten und sie stellt fest, dass «Trauer Verliebtheit ohne Erlösung ist».

    «Logbuch eines unbarmherzigen Jahres» von Connie Palmen (Diogenes)

    Susanne Sturzenegger

  • «Vergessen ist auch eine Art von Tod»

    Im ersten Jahr nach dem Tod sind die Erinnerungen an den verstorbenen Geliebten die Hölle, sagt Connie Palmen. Nach zwei, drei Jahren freut man sich aber, dass man noch so viele Erinnerungen hat.

    Mit ihrem neuen Werk «Logbuch eines unbarmherzigen Jahres» schreibt die holländische Schriftstellerin gegen das Vergessen an.  Denn Vergessen sei auch eine Art von Tod, bemerkt sie in einem Interview mit dem Schweizer Radio und Fernsehen.

    Susanne Sturzenegger

  • Ein vergessenes Meisterwerk aus Russland

    Ein Emigrant in Paris trägt schwer daran, dass er als Jugendlicher während des russischen Bürgerkriegs aus Notwehr einen Soldaten erschossen hat. Dann taucht der Totgeglaubte plötzlich auf, wenn auch seinerseits psychisch versehrt.

    Tod, Schuld und Liebe: Davon handelt «Das Phantom des Alexander Wolf», ein vergessenes Meisterwerk der russischen Nachkriegsliteratur. Geschrieben im Pariser Exil, 1947 in einer New Yorker Literaturzeitschrift veröffentlicht und kaum beachtet, ist Gaito Gasdanows wunderbarer Roman nun in einer brillanten Übersetzung zu entdecken.

    «Das Phantom des Alexander Wolf» von Gaito Gasdanow (Hanser)

    Franziska Hirsbrunner

Autor/in: Susanne Sturzenegger, Moderation: Regi Sager