Der Mann, der seine Seele verkaufen musste

Kurt Gerron war in Deutschland ein gefeierter Entertainer, bis er von den Nazis nach Theresienstadt deportiert wurde. Dort zwang man ihn, einen Propagandafilm über das KZ zu drehen. Die Welt sollte glauben, die Juden seien hier bestens aufgehoben.

Kurt Gerron.
Bildlegende: Kurt Gerron. Deutsches Filminstitut, Frankfurt

Charles Lewinsky stellt dieses Schicksal ins Zentrum seines neuen Romans «Gerron».

Anders als in seiner opulenten Familiensaga «Melnitz», in der die meisten Charaktere und Ereignisse frei erfunden waren, bleibt Charles Lewinsky hier nahe an den Fakten: Er erzählt die bewegende Lebensgeschichte von Kurt Gerron, der seine Seele verkaufen musste und sich dennoch nicht retten konnte. Er wurde 1944 in Ausschwitz ermordet.


DRS 1-Literaturredaktorin Luzia Stettler stellt den neuen Roman vor und diskutiert darüber mit Buddy Elias, dem Cousin von Anne Frank: Was hält er, als Schauspieler mit jüdischem Hintergrund, von diesem lang erwarteten Buch von Charles Lewinsky.

Autor/in: Luzia Stettler, Moderation: Mike La Marr