Der versöhnliche Revolutionär: Kurt Marti wird 90

Kurt Marti lässt sich nicht schubladisieren: Weder als ehemaliger Pfarrer noch als Schriftsteller. Immer wieder hat der Berner Theologe kritisch zu Zeitfragen Stellung bezogen, hat Lebenslügen entlarvt und literarisch neue Wege beschritten. Luzia Stettler hat ihn - im Vorfeld des 90.

Kurt Marti
Bildlegende: Kurt Marti Peter Friedli (zvg)

Geburtstag - zum Gespräch getroffen.

Einer, der Kurt Marti in der Radiosendung zum runden Geburtstag gratuliert, ist der Schriftsteller Peter Bichsel. Die beiden haben sich in den 60er-Jahren in der Berner Kulturszene kennengelernt und sind bis heute verbunden geblieben. «Ich habe Kurt immer bewundert, weil er in der politischen Wut stets gelassen bleiben konnte», sagt Peter Bichsel.

Im Gespräch mit Luzia Stettler nimmt Kurt Marti zu dieser Doppelrolle Stellung. Er blickt zurück auf jene Zeit, als er mit den «Leichenreden» die Gemüter erhitzte. Er begründet, warum er mit Berner Mundart experimentierte und spricht über die Einsamkeit als Witwer und das Leben nach dem Tod.

Kurt Marti über seine «Spätsätze» (Regi Bern vom 02. 01. 2011)

Kurt Marti: Mundartgedichte (gelesen von Ueli Jaeggi)

Kurt Marti: «Leichenreden» (gelesen von Ueli Jaeggi)

Autor/in: Luzia Stettler