Die Klimakrise mitten in der eigenen Familie

Die Klimadebatte ist auch ein Generationenkonflikt. Der aktuelle Roman des Deutschen John von Düffel «Der brennende See» erzählt von der Elterngeneration, die zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist, um den Klimaschutz anzugehen, wie dies die Jungen der «Fridays-for-Future»-Bewegung fordern.

Mann blickt in die Kamera
Bildlegende: John von Düffel arbeitet als Autor und Dramaturg (Bild: Katja von Düffel)

Am Literaturstammtisch stellt Felix Münger diesen, wie er findet, subtilen und hochaktuellen Roman vor.

Luzia Stettler bringt «Die rechtschaffenen Mörder» von Ingo Schulze mit. Der Deutsche erzählt darin eine Geschichte voller Überraschungen: Ein geachteter Dresdner Antiquar seht plötzlich im Verdacht, ein Fremdenhasser zu sein. Ist er Opfer oder Täter?

Begeistert ist Julian Schütt vom Opus magnum «Sturz» des Schweizers Reto Hänny. Der Roman erzählt von einem Buben aus den Bündner Bergen, den man für beschränkt hält und als «Bauerntotsch» abtut. Doch die Kunst erlaubt es ihm, sich in die Lüfte zu erheben. Aber er stürzt beim Fliegen gelegentlich auch ab.

Buchhinweise:
Reto Hänny. Sturz. Das dritte Buch vom Flug. Matthes & Seitz, 2020.
Ingo Schulze. Die rechtschaffenen Mörder. S.Fischer, 2020.
John von Düffel. Der brennende See. DuMont, 2020.

Autor/in: Felix Münger