Die Krux mit den Erinnerungen

Wie wahr ist etwas, an das man sich erinnert? Kann es sein, dass man gewisse Dinge, die im Leben passiert sind, in der Erinnerung schön redet? Sicher ist, Erinnerungen sind sehr subjektiv. «Buchzeichen» stellt zwei neue Bücher vor, die genau davon handeln.

Julian Barnes ist für «Am Ende einer Geschichte» 2011 mit dem Booker-Prize ausgezeichnet worden.
Bildlegende: Julian Barnes ist für «Am Ende einer Geschichte» 2011 mit dem Booker-Prize ausgezeichnet worden. keystone

Zum einen den Roman «Am Ende einer Geschichte» vom englischen Schriftsteller Julian Barnes. Sein neustes Buch erzählt die Geschichte eines alten Mannes, der sich an seine Jugendzeit in den 60er-Jahren erinnert. Vor allem an ein Ereignis, das er lieber vergessen wollte.

Von Erinnerungen handelt auch das Buch «Der Hase mit den Bernsteinaugen» von Edmund de Waal. Darin geht der Autor der aussergewöhnlichen und dramatischen Geschichte seiner Familie nach. Einer Familie, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts reich und vermögend war und dann bis auf ein paar kostbare japanische Figürchen alles verlor. Diese Figuren bringen den Autor dazu, sich der Erinnerung zu stellen und die Geschichte der Familie zu erforschen.

Autor/in: Esther Schneider