Fatima Farheen Mirza: Worauf wir hoffen

Die 28-jährige Autorin hat acht Jahre lang an ihrem Roman geschrieben. Sie erzählt vom Leben einer indischen Familie von strenggläubigen Muslimen, die in Kalifornien lebt. Entstanden ist eine berührende Familiengeschichte der leisen Töne.

Fatima Farheen Mirza blickt in die Kamera
Bildlegende: Fatima Farheen Mirza (Bild: Jürgen Frank)

Amar, der einzige und verloren geglaubte Sohn der Familie, ist zur Hochzeit seiner Schwester Haida nach Hause zurückgekehrt. Er hat gegen seine muslimischen Eltern rebelliert, Hadia hat ihn stets in Schutz genommen. Nun heiratet sie einen Mann ihrer Wahl – und das ist die Chance für ihre Familie, neu zu beginnen. Aber wie vertragen sich traditionelle Wertvorstellungen mit modernen? Wieweit sollen Söhne und Töchter den Werten ihrer Eltern folgen?
In Rückblenden erzählt Fatima Farheen Mirza von der Entwicklung, die die Familie durchmacht. Das Besondere an diesem Roman: es sind sehr selten die grossen, emotionalen Szenen, die bewirken, dass die einzelnen Mitglieder einander näherkommen oder sich entfremden. Es sind die auf den ersten Blick kleinen, unbedeutenden Reaktionen und Verhaltensmuster, die die familiären Beziehungen bestimmen. Fatima Farheen Mirza gelingt es meisterhaft, die leisen Töne der grossen Schritte einzufangen.
In der Sendung «BuchZeichen» erzählt sie unter anderem, wieweit ihre eigene Familiengeschichte den Roman «Worauf wir hoffen» beeinflusst hat.

Buchhinweis: Fatima Farheen Mirza. Worauf wir hoffen. dtv, 2019.

Autor/in: Britta Spichiger