Friedrich der Grosse

Er verehrte die französische Literatur, Frömmelei war ihm suspekt, und Kriege waren für ihn ein Mittel der Aussenpolitik. Der König von Preussen fasziniert und polarisiert. Zum 300. Geburtstag erscheint eine Reihe von neuen Biografien.

Friedrich der II. war skrupellos und zynisch, aber auch aussergewöhnlich begabt in vielen Bereichen.
Bildlegende: Friedrich der II. war skrupellos und zynisch, aber auch aussergewöhnlich begabt in vielen Bereichen. zeitgenössisches Gemälde

Unbestritten ist, dass Friedrich eine sehr starke Persönlichkeit war. Anders hätte er als Kind den Spott und die Schläge seines Vaters gar nicht ertragen. Friedrich war aber auch ein Mensch mit grossen Leidenschaften: Er hat sich für Philosophie und Musik interessiert, er war ein guter Schreiber und begabter Flötist.

Definitiv zum Mythos wurde Friedrich II. nach dem Siebenjährigen Krieg. Er sicherte sich Schlesien, und Preussen war jetzt eine europäische Grossmacht. Ironie der Geschichte bleibt, dass Friedrich als Herrscher seinem verhassten Vater sehr ähnlich war.

 

Autor/in: Anita Richner