Hartmut Lange: Ein scheuer grosser Berliner Erzähler

Der deutsche Schriftsteller Hartmut Lange schreibt seit über dreissig Jahren Novellen. Es sind stille, melancholische Geschichten aus dem Alltag meist einsamer Menschen.

In seinem aktuellen Buch «Der Abgrund des Endlichen» erzählt Hartmut Lange von einem geschiedenen Mittelschullehrer, der seine Liebe zum eigenen Geschlecht und zu einer alten, schäbigen Gipsfigur entdeckt.

Die zweite Novelle handelt von einem Historiker, der so fasziniert ist von einer Mystikerin, dass er sogar die Chance, sich von einer schweren Krankheit heilen zu lassen, in den Wind schlägt.

Und in der dritten Novelle geht es um einen Mann, der plötzlich, nach rund 60 Jahren, dem Mörder seines Bruders begegnet.

Mit seiner schnörkellosen, fast protokollarischen Sprache erfasst Lange die Lebenssituation seiner Figuren, lässt sie aber gleichzeitig auch erahnen, dass es noch etwas Anderes, Unbestimmbares, jenseits ihres Alltags gibt.

Hartmut Lange in der Sonntagslesung im Theater Neumarkt
Eine Zusammenarbeit zwischen Schweizer Radio DRS1 und dem Diogenes Verlag.

Autor/in: Britta Spichiger