Ian McEwan, Dacia Maraini – und der Sturm auf die Bastille

Ian McEwan schreibt über das Leben mit einem Roboter, Dacia Maraini über drei Frauen unterschiedlicher Generationen und Eric Vuillard über den 14. Juli in Frankreich. Vier LiteraturredaktorInnen unterhalten sich über die drei neuen Bücher – und sind sich gar nicht einig.

Ian McEwan blickt in die Kamera
Bildlegende: Schreibt über das Leben mit einem Roboter: Ian McEwan (Bild: Keystone)

In seinem Roman «Maschinen wie ich» erzählt Ian McEwan die Geschichte einer «ménage à trois»; ein Mann, eine Frau – und ein Roboter. Letzterer bringt die Menschen in Liebesdingen und moralischen Belangen gewaltig ins Schleudern.

Die Grande Dame der italienischen Literatur, Dacia Maraini, schreibt in «Drei Frauen» über das Zusammenleben von Grossmutter, Mutter und Tochter. Die Geheimnisse, die die drei voreinander haben, können die Familie zerstören – oder sie erst recht zusammenschweissen.

«14.Juli» - Eric Vuillard erzählt in seinem nur gerade 100 Seiten umfassenden Buch von den Menschen, die die Bastille gestürmt haben. Er gibt der namenlosen Masse individuelle Identitäten – und damit auch der Französischen Revolution ein Gesicht.

Die LiteraturredaktorInnen Esther Schneider, Felix Münger, Luzia Stettler und Britta Spichiger diskutieren über die drei Bücher – und bald wird klar: gute Lektüre bedeutet nicht für alle das Gleiche!

Buchhinweise:
Ian McEwan. Maschinen wie ich. Diogenes, 2019. 
Dacia Maraini. Drei Frauen. Folio Verlag, 2019. 
Éric Vuillard. 14. Juli. Matthes & Seitz, 2019. 

Autor/in: Britta Spichiger