Kindfrauen im Kunstturnen

Beiträge

  • Nadia Comaneci in Montreal (Bild: Keystone)

    Kindfrauen im Kunstturnen

    Die rumänische Kunstturnerin Nadia Comaneci ist eine Sport-Legende: Bei den olympischen Spielen in Montreal schafft sie das Unglaubliche: sie erhält die erste 10.0 der Turngeschichte und zwar gleich mehrfach.

    Jetzt rollt ein biografischer Roman ihre leidvolle Karriere nochmals auf.Auch eine andere Neuerscheinung erlaubt einen schonungslosen Blick hinter die Kulissen des brutalen Trainingsalltags solcher Mädchen. Luzia Stettler diskutiert darüber mit der Sportjournalistin und Schrifstellerin Evi Simeoni.

  • Die Karriere von Nadia Comaneci

    Der Roman «Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte» von Lola Lafon zeigt, wie sich Nadia Comaneci an die Weltspitze turnte und warum ihre Erscheinung einen Neuanfang markierte: jetzt waren plötzlich Kindfrauen im Kunstturnen gefragt.

    Die Sportjournalistin und Autorin Evi Simeoni, die Nadia Comaneci persönlich getroffen hat, erzählt im Gespräch mit Luzia Stettler, inwiefern dieses literarische Porträt der Rumänin und der Realität im Kunstturnen gerecht wird.

    Buchhinweis: Lola Lafon. Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte. Piper, 2014.

    Luzia Stettler

  • «Rückwärtssalto»

    In ihrem Alltag als Sportjournalistin hat Evi Simeoni immer wieder Kunstturnerinnen beobachtet, wie sie Schmerz und Tränen unterdrückten und verbissen weiterkämpften. Und sie fragte sich oft, was wohl diese Mädchen antreibt.

    Jetzt hat sie im Roman «Rückwärtssalto» nach einer möglichen Antwort gesucht: Ihre ehrgeizige Hauptfigur Antonia stand stets im Schatten ihrer Brüder. Und sie erhoffte sich, über Erfolge im Turnsport endlich mehr Aufmerksamkeit von ihrer Mutter zu erlangen.

    Buchhinweis: Evi Simeoni. Rückwärtssalto. Klett Cotta, 2014.

    Luzia Stettler

  • Gefährliche Nähe zum Trainer

    Die talentierten Turnerinnen, die es im Sport weit bringen wollen, lassen sich schon als kleine Mädchen von Trainern unter die Fittiche nehmen. Aber oft kann diese grosse Nähe für die jungen Seelen gefährlich werden.

    Sowohl die mehrfache Olympia-Siegerin Nadia Comaneci als auch die fiktive Heldin Antonia begeben sich in eine solch heikle Abhängigkeit; oft sind die Grenzen zum Missbrauch fliessend. Im Gespräch mit Evi Simeoni diskutiert Luzia Stettler über gewisse Tabus, die in beiden Büchern thematisiert werden.

    Luzia Stettler