Kristin Hannah: Zauber und Fluch Alaskas

Die wilde und gefährliche Schönheit Alaskas widerspiegelt die leidenschaftlichen Beziehungen in Kristin Hannahs neuem Roman. In «Liebe und Verderben» erzählt die US-amerikanische Schriftstellerin von familiären Bindungen und dem Zauber der ersten Liebe.

Die wilde Schönheit Alaskas
Bildlegende: Die wilde Schönheit Alaskas (Bild: Keystone)

Es ist die Geschichte der jungen Leni, die mit ihrer Mutter und ihrem kriegstraumatisierten Vater nach Alaska zieht. Der Vater hofft, in der Abgeschiedenheit und Schönheit des wilden Landes seine inneren Dämonen besiegen zu können. Zunächst lebt sich die Familie gut ein, Leni erfährt sogar den Zauber der ersten Liebe. Doch mit dem dunklen Winter in Alaska kehren auch die Dämonen in Lenis Vater zurück, und es kommt zur Katastrophe.

Hat man das rund 600 Seiten dicke Buch einmal zu lesen begonnen, lässt es einen nicht mehr los. Einmal mehr zeigt sich Hannah als gute Beobachterin starker Frauenfiguren. Sie schreibt einfühlsam, spannend und bildhaft. Man taucht ein in die Landschaft Alaskas, lebt und leidet mit Leni.

Die Sendung «BuchZeichen» stellt die verschiedenen Facetten von «Liebe und Verderben» vor: die verstörende Familiengeschichte, das Porträt einer unkonventionellen Gesellschaft, den Coming-of-Age-Roman – und die romantische Liebesgeschichte.

Buchhinweis: Kristin Hannah. Liebe und Verderben. Aufbau, 2018.

Autor/in: Britta Spichiger