Literatur aus der Ukraine

Von einer einheitlichen ukrainischen Literatur zu sprechen wäre etwa so widersinnig, wie von einer einheitlichen Ukraine zu reden. Der Begriff «reich» wäre da schon passender.

Jung und wild: Serhij Zhadan, Autor aus Charkiw.
Bildlegende: Jung und wild: Serhij Zhadan, Autor aus Charkiw. Getman/ Suhrkamp Verlag

Wie die Literatur der Spiegel des Lebens ist, so ist die ukrainische Literatur der Spiegel eines mehrfach gespaltenen Landes. Da gibt es einerseits den russisch schreibenden Andrej Kurkow, der klassische Romancier, der beim Schreiben gerne auch an ein westliches Publikum denkt, und da gibt es die jungen Wilden.

Performancekünstler und Musiker wie Serhij Zhadan, der im Gefolge eines Juri Andruchowitsch die ukrainische Literaturszene nicht nur aufmischte, sondern ihr gleich auch ein neues, postsowjetisches Gesicht verpasste.

«Von allem etwas», sagt sich angesichts der Fülle die DRS 1-Literaturredaktion, und wirft einen kurzen aber intensiven Blick auf die schreibende Ukraine.

Autor/in: Michael Luisier