Olympia als Kulisse in der Literatur

Mit «Meine Olympiade» bietet Ilija Trojanow einen Einblick in die Welt des Sports. In den 80 Disziplinen der Sommerspiele wollte er halb so gut sein wie der Olympiasieger. Oliver Hilmes erzählt in «Berlin 1936» wie einzelne Menschen die sogenannten Hitler-Spiele erlebt haben. In Jean Matterns Roman «September» wird ein Journalist Augenzeuge des Terrors bei den Olympischen Spielen 1972 in München.

Beiträge

  • Ilija Trojanow: Meine Olympiade

    Für sein Buch «Meine Olympiade» wagte der deutsch-bulgarische Schriftsteller Ilija Trojanow einen 4-jährigen Selbstversuch in 80 olympischen Disziplinen. Dabei habe er seinen Köper beherrschen gelernt und viel übers Scheitern erfahren, erklärt Trojanow.

    Der Wettkampfsport zeige einem sehr schön die eigenen Grenzen auf. Aber auch umgekehrt: er habe manchmal eine mentale Stärke und einen Durchhaltewillen an den Tag gelegt, den er gar nicht gekannt habe.

    Ilija Trojanow: Meine Olympiade. Ein Amateur, vier Jahre, 80 Disziplinen. S. Fischer, 2016 und Hörbuch gelesen vom Autor: Argon Hörbuch, 2016

    Susanne Sturzenegger

  • Oliver Hilmes: Berlin 1936. Sechzehn Tage im August

    Sommer 1936: Während die Sportler und Sportlerinnen um Olympia-Medaillen kämpfen, zeigen sich die Nationalsozialisten weltoffen und lassen für kurze Zeit die «Juden verboten»-Schilder verschwinden.

    Oliver Hilmes mischt gut recherchierte Fakten mit Fiktion und begleitet bekannte und unbekannte Persönlichkeiten sechzehn Tage durch die damalige Reichshauptstadt. Er zeigt, was Sportler, Künstler, Diplomaten und Nazigrössen während dieser Zeit erleben und wie der schwarze Ausnahmeathlet Jesse Owens Hitler verärgert.

    Buchhinweis: Oliver Hilmes. Berlin 1936. Sechzehn Tage im August. Siedler, 2016.

    Susanne Sturzenegger

  • Jean Mattern: September

    Nach Berlin 1936 sollen die olympischen Sommerspiele 1972 in München heiter und unbeschwert werden. Doch dann nimmt der «schwarze September» die israelische Delegation als Geiseln und alles endet als blutige Tragödie.

    Jean Mattern erzählt in seinem Roman die (Liebes-)Geschichte zweier Journalisten, die über die Spiele berichten und dann Augenzeugen des Terrors werden.

    Buchhinweis: Jean Mattern. September. Berlin Verlag, 2016.

    Susanne Sturzenegger

Zeit für Legenden: Der Trailer zum Film