Räuberleben im Schwarzwald

Zigeuner, 45 Jahre alt, brauner platter Kopf mit schwarzem Bart, wilder Blick und rauhe Stimme. So wird Hannikel beschrieben, der Räuber, der Ende des 18. Jahrhunderts im Schwarzwald sein Unwesen treibt. Er ist die Hauptfigur im neuen Roman von Lukas Hartmann.

Ein Ölgemälde von 1786/87 zeigt Räuber Hannikel im Gefängnis.
Bildlegende: Ein Ölgemälde von 1786/87 zeigt Räuber Hannikel im Gefängnis. Johannes Hermann, Rottenburg

Vor seinem Namen zittert in der Gegend jedes Kind. Doch nach einem Ehrenmord sind ihm die Häscher auf der Spur. Hannikel flieht in die Schweiz, in die Gegend von Chur.

Räuber Hannikel hat es wirklich gegeben und er wurde von den Gesetzeshütern gnadenlos gejagt und gehängt.

Der Schweizer Schriftsteller Lukas Hartmann, der bekannt ist für seine historischen Romane, hat sich auf die Spur nach dem Räuberhauptmann Hannikel begeben. Er hat Orte besucht, an denen der Räuber gelebt hat, ist in die Archive gestiegen und hat nach Material über Hannikel gesucht.

Entstanden ist ein Roman mit dem Titel «Räuberleben». Darin wird Hannikel nicht nur als Verbrecher, sondern auch als Mensch gezeigt, der aufgrund seiner Herkunft um sein Überleben kämpfen musste.

Autor/in: Esther Schneider