Sommerbuch: «Mayas Tagebuch»

Die chilenische Autorin Isabel Allende, die mit ihrem Erstling «Das Geisterhaus» weltberühmt wurde, hat ein Gespür für gefühlvolle Geschichten und starke Frauenfiguren.

Für Luzia Stettler ist «Mayas Tagebuch» ein typischer "Allende"-Roman: sinnlich, temporeich und geheimnisvoll.
Bildlegende: Für Luzia Stettler ist «Mayas Tagebuch» ein typischer "Allende"-Roman: sinnlich, temporeich und geheimnisvoll. SRF

Diese beiden Qualitäten zeichnen auch ihren neuesten Roman « Mayas Tagebuch» aus, findet Literaturredaktorin Luzia Stettler.


Maya, eine 19-jährige Kalifornierin mit chilenischen Wurzeln, steckt in massiven Schwierigkeiten: als Teenager reisst sie von zu Hause aus und gerät in Las Vegas in kriminelle Kreise, konsumiert Drogen und Alkohol im Überfluss. Zum Glück hat sie eine rabiate Grossmutter: Diese schickt Maya kurzerhand zum Entzug auf eine einsame Insel im Süden Chiles.

Und tatsächlich: In dieser naturnahen Umgebung entdeckt die junge Frau das Leben neu. Und sie begegnet erstmals den verstörenden Geheimnissen ihrer Familie, die eng mit der jüngeren Geschichte Chile's verknüpft sind.

Ein spannender Entwicklungsroman für all jene Leserinnen und Leser, die den opulenten, südamerikanischen Erzählstil mögen und auch gewisse Zutaten von Esoterik, Kitsch und Kriminalistik goutieren.

Mayas Tagebuch von Isabel Allende (Suhrkamp)
Mayas Tagebuch von Isabel Allende , gelesen von Hannah Herzsprung (der HörVerlag)

Redaktion: Luzia Stettler