Von der heilenden Kraft der Musik

Ein Paar trifft sich regelmässig mit Bekannten zum Musizieren: Das gemeinsame Spiel hilft, über den Unfalltod ihrer zwei Söhne hinwegzukommen. Davon erzählt Anna Enquist in ihrem Roman «Streichquartett». Peter Härtling nähert sich in seinem jüngsten Buch dem betagten Giuseppe Verdi. Dessen Kreativität und Schaffenskraft gaben ihm Mut, sagt er: «Es ist der Sprung, den ich selber im Alter machen möchte, indem ich für mich eine neue Tonart erfinde.»

Beiträge

  • Hausmusik mit Zwischentönen

    In einem Musikensemble kommt es auf jeden Einzelnen an, aber auch auf die Fähigkeit, sich einzufügen. Den Figuren in Anna Enquists «Streichquartett» gelingt es nicht immer, ihre Sorgen und Nöte beim Zusammenspiel auszublenden.

    Und eines Tages wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt. Die Holländerin Anna Enquist war Konzertpianistin, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte. Und sie hat selber schon erfahren, welche Kraft nach einem Schicksalsschlag von der Musik ausgehen kann.

    Buchhinweis: Anna Enquist. Streichquartett. Luchterhand, 2015.

    Luzia Stettler

  • Giuseppe Verdi als Vorbild

    Peter Härtling, 82, hat sich literarisch immer wieder mit grossen Musikern befasst. Als er vor ein paar Jahren in eine Schaffenskrise geriet, fand er im alten Giuseppe Verdi Trost: Dieser hatte nach seinem späten Höhepunkt mit der «Aida»-Uraufführung nochmals einen ganz neuen Elan entwickelt.

    «Verdi – ein Roman in neun Phantasien» ist ein berührendes Künstlerporträt, in das Peter Härtling auch immer wieder eigene Erfahrungen im Alter einfliessen lässt. Im Gespräch mit Luzia Stettler gibt er Einblick in die Arbeit an dieser Biografie.

    Buchhinweis: Peter Härtling. Verdi – ein Roman in neun Phantasien. Kiepenheuer&Witsch, 2015. Hörbuch: Goya LIT, 2015.

    Luzia Stettler