Von zerbrochenen Leben und abgewählten Jahrhunderten

Die Bücher auf dem Literatur-Stammtisch diese Woche sind ein bunter Mix: Thriller, Sachbuch und Roman. Im Thriller geht es um einen mysteriösen Mord mit politischen Verwicklungen, im Sachbuch um einen Klassiker der Geschichtsschreibung – und im Roman um abgehängte Gegenden und die Liebe dazu.

Mann blickt in die Kamera
Bildlegende: Jussi Adler-Olsen hat einen neuen Fall für Carl Mørck geschrieben. (Bild: Tine Harden)

Der dänische Bestseller-Autor Jussi Adler-Olsen lässt im Thriller «Opfer 2117» einmal mehr die bewährte Spezialeinheit um Kommissar Carl Mørck ermitteln: eine ältere Frau, ein Flüchtling, wird tot an den Strand Zyperns gespült. Sie wurde ermordet.
Womit niemand gerechnet hat: die Ermittler werden damit auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert.

Der britische Historiker Timothy Garton Ash hat vor dreissig Jahren den Sachbuch-Klassiker «Ein Jahrhundert wird abgewählt» herausgebracht über die Wende 1989. In der Neuauflage blickt Ash auf die vergangenen dreissig Jahre zurück und fragt, was in Ländern wie Polen oder Ungarn in Sachen Demokratie falsch gelaufen sei.

«Santa Rita» - Tommy Wieringas Roman erzählt von einsamen Männern in der niederländischen Provinz. Von ihrem Kampf gegen die Einsamkeit, aber auch von der grossen Liebe zu den eigenen Wurzeln und zur Provinz.

Am Stammtisch sitzen diese Woche: Annette König, Felix Münger und Franziska Hirsbrunner. Gastgeberin ist Britta Spichiger.

Buchhinweise:
Jussi Adler-Olsen. Opfer 2117. dtv, 2019.
Timothy Garton Ash. Ein Jahrhundert wird abgewählt, 1980 – 1990. Europa im Umbruch. Hanser, 2019.
Tommy Wieringa. Santa Rita. Hanser, 2019.

Autor/in: Britta Spichiger