Wenn das Leben dazwischenfunkt…

In ihrem neuen Roman «Kleine Feuer überall» erzählt die US-amerikanische Autorin Celeste Ng, was geschieht, wenn trotz aller Sicherheitsvorkehrungen Unvorhersehbares geschieht. Und wie die Menschen damit umgehen.

Celeste Ng ist in Shaker Heights, Ohio, gross geworden.
Bildlegende: Celeste Ng ist in Shaker Heights, Ohio, gross geworden. Bild: Kevin Day Photography

Shaker Heights, Ohio: die Häuserfassaden dürfen nur in bestimmten Farbnuancen gestrichen werden, der Rasen darf niemals höher als 15 cm sein, der Abfall muss an einer bestimmten Stelle hinter dem Haus deponiert werden. Mit Vorschriften und Regelungen versucht die Stadtverwaltung alles Unschickliche, Unangenehme und Katastrophale zu vermeiden. Aber was geschieht, wenn das Leben dazwischenfunkt?
Shaker Heights und seine Vorschriften gibt es tatsächlich – die Geschichte, die «Kleine Feuer überall» erzählt, ist erfunden: im Zentrum steht die Familie Richardson. Eine Bilderbuchfamilie mit drei Kindern, reich, gesund – aber nur scheinbar glücklich. Als die unkonventionelle Künstlerin Mia mit ihrer Tochter auf der Bildfläche auftaucht, brechen Gräben auf, von denen vorher scheinbar niemand wusste. Und die Bilderbuch-Fassade bröckelt.
Im Gespräch mit BuchZeichen erzählt Celeste Ng, weshalb es wichtig sein kann, Fassaden aufrechtzuerhalten, wo man sich selbst täuscht – und wo gute Absichten in schlechte Konsequenzen münden.

Buchhinweis: Celeste Ng. Kleine Feuer überall. dtv, 2018.

Autor/in: Britta Spichiger