Wilhelm Busch: Ein gar nicht so heiterer Mensch

Busch (1832-1907) gilt als einer der einflussreichsten humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands. Bis heute gehört seine Geschichte Max und Moritz zu den beliebtesten Bilderbüchern.

Wilhelm Busch, Erfinder des Comics und Meister heiterer Lebensweisheiten, wäre der Nachwelt gerne auch als Maler in Erinnerung geblieben.
Bildlegende: Wilhelm Busch, Erfinder des Comics und Meister heiterer Lebensweisheiten, wäre der Nachwelt gerne auch als Maler in Erinnerung geblieben. Selbstporträt

Aber der Erfinder des Comics hat auch dunkle Seiten. Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit und Blasphemie wurden ihm immer wieder vorgeworfen. Er war umstritten, schon zu Lebzeiten. Und gleichzeitig verehrt von seinen Fans.

Viele von Buschs Sprüchen und Texten werden heute noch gerne zitiert: «Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.» Gerne wäre er seinem Publikum aber nicht nur als Dichter, sondern auch als begabter Maler in Erinnerung geblieben. Aber er hat seinen eigenen Ansprüchen nie genügt.

Wilhelm Busch, der Meister der heiteren Lebensweisheiten, war auch ein einsamer, innerlich zerrissener Mensch. Mit verborgenen Abgründen und Sehnsüchten.

Autor/in: Britta Spichiger